Gedächtnisübungen

Train Your Brain

von | Jan 23, 2020

Ein gutes Gedächtnis ist nicht angeboren

Gedächtnistraining – geistig fit bleiben

Erinnerungen, Eindrücke, Erfahrungen. Alles wird in unserem Gedächtnis gespeichert. Es kommt aber schon mal vor, dass wir das ein oder andere vergessen. Unser Gedächtnis lässt nach. Damit das nicht passiert, ist es wichtig, es im Alltag zu trainieren. Wir erklären dir hier, wie das Gedächtnis funktioniert und wie du es auf Trab hältst.

Wie funktioniert unser Gedächtnis?

Das Gedächtnis bewirkt, dass wir uns an Dinge, Menschen oder Ereignisse erinnern. Bei jeder Informationsverarbeitung verändert sich die Verknüpfung der Nervenzellen im Gehirn. Jedes Gehirn ist individuell und einzigartig – und somit auch das sogenannte neuronale Netz. Insgesamt gibt es drei unterschiedliche Gedächtnisbereiche in unserer rechten Gehirnhälfte: das Ultrakurzzeitgedächtnis, das Kurzzeitgedächtnis und das Langzeitgedächtnis.

Das Gehirn selektiert die Signale und teilt sie in verschiedene Kategorien ein. Zuerst wird zwischen „bekannt“ oder „unbekannt“ unterschieden. Unser Gehirn entscheidet darauffolgend, ob diese Eindrücke es wert sind, als Erinnerung abgespeichert zu werden. Eine klar abgrenzbare Struktur für das Gedächtnis gibt es im Gehirn nicht, es erstreckt sich über verschiedene Hirnbereiche. Durch Durchblutungsstörungen kann es zum Gedächtnisverlust kommen.

Was bedeutet Gedächtnistraining?

Der Name liegt einem auf der Zunge, wir kommen nur nicht darauf. Unser Gedächtnis und unsere Hirnleistung lassen uns hin und wieder im Stich. Um das zu verhindern, gibt es verschiedene Methoden des Gedächtnistrainings. Unter Gedächtnistraining verstehen wir Methoden, Übungen und Strategien, die die Hirnfunktion stärken und somit die Merkfähigkeit steigern.

Wozu dient Gedächtnistraining genau?

Unser Gedächtnis wird im Alter schlechter. Vor allem Senioren haben mit Gedächtnisverlust und Demenz zu kämpfen. Durch Gedächtnistraining beugst du dem Rückbildungsvorgängen vor und forderst dein Gehirn. Dass es zu einer Demenz kommt, lässt sich nicht verhindern, lediglich vorbeugen. Die Entwicklung von Demenz hängt noch von anderen Faktoren ab, wie beispielsweise gesunder Ernährung und reichlich Bewegung. Doch auch die Vorbeugung einer Krankheit ist von Bedeutung. Schule dein Gedächtnis durchgehend mithilfe von kleinen Übungen, um den Verlust deines Gedächtnisses zu umgehen.

Fünf Gehirnjogging-Übungen

Der Begriff Gehirnjogging meint im Wesentlichen mentales Aktivierungstraining. Trainingsziel der nachfolgenden Übungen ist es, dein Gehirn zum Nachdenken anzuregen, Gedächtnisstörungen vorzubeugen und Leistungseinbußen zu verhindern.

1. Sprachlicher Verstand

Eine lustige und kreative Aufgabe zum Einstieg. Nachstehend geben wir dir eine Liste von Wörtern. Bilde aus diesen Wörtern eine Geschichte. Entscheide selbst, wie lang oder kurz die Geschichte wird. Die einzige Vorgabe ist, dass alle Wörter darin vorkommen müssen. Versuche möglichst kreativ zu sein. Logik in einer Geschichte ist schön, muss in diesem Fall aber nicht sein!

Schal – Flasche – Taschentuch – Hochhaus – Ventilator – Kalender – Laterne – Messer – Europa – Trockner – Tastatur – Vase – Buch – Straßenbahn – Kiosk

2. Bilder merken

Du wunderst dich, dass du keine Bilder siehst, obwohl die Übung „Bilder merken“ heißt? Sie heißt nicht ohne Grund so. Wir geben dir gleich zehn Begriffe vor, die du dir anhand von Bildern merkst. Stelle dir einen Timer auf drei Minuten. Schau dir die Begriffe genau an. Schreibe nach den drei Minuten so viele Begriffe auf, wie du dir merken konntest. Indem du dir die Begriffe in Bildern abspeicherst, regst du noch ein weiteres Gehirnareal an.

Butterbrotdose – Netzwerkkabel – Weihnachtskugel – Nagellackentferner – Pflanze – Känguru – Tischkicker – Waffeln – Universität

 

3. Buchstaben streichen

Nimm dir eine Zeitschrift, einen Stift und eine Stoppuhr zur Hand. Lege vorher drei oder vier Begriffe fest, die in der Zeitschrift vorkommen könnten. Nun nimmst du dir eine Seite der Zeitschrift zur Hand und gehst sie komplett nach den Wörtern durch. Hast du dein Wort gefunden, streichst du es durch. Das steigert deine Konzentration. Mithilfe der Stoppuhr verfolgst du nach und nach deinen Fortschritt.

4. Telefonnummern auswendig lernen

Sowohl für dein Gedächtnis als auch in gewissen Situationen ist es hilfreich, die wichtigsten Telefonnummern in deinem Kopf abzuspeichern. Wenn der Akku deines Smartphones leer ist, kannst du bei Bedarf auf dein Gedächtnis zurückgreifen und die wichtigsten Leute im Notfall kontaktieren.

5. Einkaufsliste merken

Ständig einen Einkaufszettel mit sich rumschleppen kann nerven. Außerdem besteht immer die Gefahr, ihn auf dem Küchentisch liegenzulassen. Also – wenn du dir eine Einkaufsliste erstellst, setze dich vorher ein paar Minuten hin und merke dir die Dinge im Kopf. Von Zeit zu Zeit wird es dir leichter fallen.

Life Kinetik ® – körperliches und geistiges Training

Im Gegensatz zu den klassischen Gehirnjoggingübungen, bietet die Form des Life Kinetik ® auch körperliches Training. Bei Life Kinetik ® arbeiten mehrere Gehirnareale zusammen, beispielsweise durch gegengleiches Bewegen der Beine und Arme. So wird nicht nur deine Bewegung gefordert, sondern auch dein Gehirn. Verschiedene Sinneswahrnehmungen wie Hören, Sehen und Tasten werden gleichzeitig gefordert, um möglichst viele Gehirnregionen zu beanspruchen.

Heike Loosen, ausgebildete Gedächtnistrainerin, befasst sich schon seit 20 Jahren mit dem Thema Gedächtnistraining. Sie bietet Life Kinetik ® Kurse für Firmen an, in welchen sie innovatives geistiges Fitnesstraining mit Gedächtnisstrukturen verknüpft. So lernst du bei ihr, dir Kundennamen zu merken, ohne Spickzettel frei zu sprechen und generell Souveränität und Kompetenz auszustrahlen. Zudem hält sie interaktive Vorträge über die Bedeutung unseres Gedächtnisses und bietet Tagesseminare für verschiedene Trainingsarten an. Heike ist der Überzeugung, dass wir mithilfe von geistiger Fitness alles tun können, was wir wollen.

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