Lebenskrisen

Midlife-Crisis und Co. erkennen und bewältigen

Krisen überwinden

Lebenskrisen

Neben der Midlife-Crisis in unserer Lebensmitte können uns auch in jedem anderen Alter kleine oder große Lebenskrisen begegnen. Sie sind ein unvermeidbarer Bestandteil unseres Lebens und leiten meist entscheidende Phasen für eine Neuorientierung ein. 

Dieser soziale Wandel führt jedoch des Öfteren zu Konflikten – nicht nur mit sich selbst, sondern auch mit dem eigenen Umfeld. Eine Krise geht zumeist mit wahrgenommenem oder tatsächlichem Verlust einher. 

Wie entstehen Lebenskrisen?

Sowohl Männer als auch Frauen, Jugendliche sowie Kinder stellen sich in solchen Lebenskrisen kritische Fragen bezüglich des eigenen Ist-Zustandes. Unsicherheit macht sich breit und verstärkt das Gefühl, irgendetwas im Leben verändern zu wollen. Routinen und Schemata, die den Alltag erleichtert haben, erscheinen nicht mehr genug und werden komplett umgeworfen. Wenn dir das jetzt alles bekannt vorkam, weißt du wahrscheinlich auch, dass diese Krisen mit unangenehmen Emotionen und Gedanken einhergehen. Das führt nicht selten zu inneren und häufig auch sozialen Konflikten. Bedenke: Wer solche Konflikte lösen möchte, muss sich diesen stellen.

 

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In drei Worten kann ich alles zusammenfassen, was ich über das Leben gelernt habe: Es geht weiter.

Robert Frost

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Krisen als Chancen

Eine Krise solltest du dabei nie als etwas Negatives ansehen. Auch wenn die negativen Gedanken zunächst überwiegen, schafft die Situation dir dennoch Raum, neue Orientierungen anzustreben und eigene Lebensziele zu optimieren. Die Krisen und Konflikte sind Lehren für dein weiteres Leben.

Ursachen von Lebenskrisen

Lebenskrisen und damit auch die inneren Konflikte werden häufig durch ein einschneidendes Erlebnis ausgelöst. Dies können vor allem solche schmerzhaften psychischen Prozesse sein:

  • Depression
  • Schwere Erkrankungen
  • Angststörungen
  • Burnout
  • Partnerschaftskonflikte, Trennungen und Scheidungen
  • Trauerbewältigung (Todesfälle in der Familie oder im Freundeskreis)
  • Arbeitskonflikte
  • Sexueller Missbrauch
  • Einsamkeit
  • Fehlgeburten sowie der (ungewollte) unerfüllte Kinderwunsch
  • Mobbing
  • das Gefühl, die erste Hälfte seines Lebens vergeudet zu haben

Oft kann es auch sein, dass sich kein genauer Auslöser festmachen lässt, da die Krise auf einem längerfristigen Entwicklungsprozess oder dem zunehmenden Alter basiert. Die Ursachen können dabei äußerst komplex sein und sowohl in der Umwelt als auch in der eigenen Persönlichkeit begründet werden.

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Das kannst Du tun, um Lebenskrisen zu besiegen

In erster Linie solltest du dich mit deiner Krise auseinandersetzen und reflektieren, was dich beschäftigt und unerfüllt fühlen lässt. Dabei solltest du dich bewusst auch mit schon überwundenen Krisen auseinandersetzen. Dann wird dir vermutlich klar, dass du es auch aus dieser Lebenskrise schaffen wirst. Schließlich hast du ja auch den Liebeskummer in deiner Jugend überstanden, obwohl du dachtest, dass du das nicht überleben wirst.

Suche zudem die Fehler nicht nur bei anderen, sondern reflektiere auch dein eigenes Verhalten und deine eigenen Handlungen. Streiche dafür die immer wiederkehrende Frage „Warum immer ich?“ aus deinem Kopf.

Die Phasen sind dafür da, dich eines Besseren zu belehren und dich zu ermutigen, die Konflikte zu lösen, die sich dir aufbürden. Hast du einmal herausgefunden, was genau dich bedrückt und welche neuen Lebensziele du erreichen möchtest, kannst du in diese Richtung weiterarbeiten.

Beginne dabei langsam mit der Verarbeitung. Dazu helfen Tagebücher oder auch kleine Skripte, die du am Morgen nach dem Aufstehen verfassen kannst. Diese Skripte enthalten dann deine Ziele und Wünsche, die du am Tag bewältigen möchtest oder auf die du in Zukunft noch hinarbeiten möchtest. Generell gilt jedoch: Bist du dir nicht sicher, wie du allein aus deiner Lebenskrise herauskommen sollst, dann suche dir ärztliche Hilfe.