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Für mehr Achtsamkeit auf dem Fahrrad

Achtsames Fahrradfahren

Den Arbeitsweg auf dem Fahrrad zurückzulegen, kann stressig sein – Fußgänger, die den Weg blockieren, unaufmerksame Autofahrer oder schlechtes Wetter können sich auf unsere Stimmung auswirken. Deshalb bringst du das Radfahren wahrscheinlich nicht direkt mit Achtsamkeit in Verbindung. Warum sich das Radfahren besonders eignet, um deine Achtsamkeit zu stärken, erfährst du im folgenden Artikel.

Warum das Radeln die Achtsamkeit stärkt

Achtsamkeit bedeutet, sich seiner augenblicklichen Erfahrung bewusst zu sein, ohne sie zu bewerten.
Das Fahrradfahren bildet eine gute Basis für Achtsamkeitsübungen. Die erhöhte Luftzufuhr, die routinierten Bewegungen und die automatische Fokussierung auf deine Tätigkeit können wie eine Meditation wirken. Ideale Bedingungen also, um ganz bei sich zu sein.

 

Warum eignet sich gerade das Fahrradfahren ideal als Achtsamkeitstraining?

  • Zyklische Bewegungsabläufe, die durch das in-die-Pedale-Treten automatisch entstehen, haben eine beruhigende Wirkung
  • Die permanente Luftzufuhr sorgt für einen freien Kopf
  • Sportliche Betätigungen fördern den Stressabbau
  • Ausdauersport kräftigt deine Muskulatur, dein Herz-Kreislauf-System und dein Immunsystem

Warum ist es sinnvoll, achtsam auf dem Fahrrad zu sein?

Die Minuten auf dem Sattel schaffen die idealen Voraussetzungen für Achtsamkeitsübungen. Sie können dir als meditative Routine auch bei einer achtsamkeitsbasierten Stressbewältigung helfen.

Denn…

  • du arbeitest ohne Zeitdruck an deiner Achtsamkeit, dadurch, dass du das Fahrradfahren mit deinem Achtsamkeitstraining kombinierst
  • du bist der Natur näher, bemerkst Kleinigkeiten, die dir im geschlossenen Auto nicht aufgefallen wären
  • du tust was für dein Inneres und gleichzeitig für deine Umwelt
  • du radelst am Feierabendverkehr vorbei, das spart dir Zeit für schöne Dinge
  • du nimmst den Verkehr in der Stadt nicht so stressig wahr
  • achtsam ausgeführt, kann dir das Radfahren wie eine Alltags-Meditation Ruhe und Entspannung bringen

Vermeidung von Bußgeldern durch achtsames Fahrradfahren

Wenn du achtsam Fahrrad fährst, vermeidest du ganz nebenbei auch Bußgelder, die wegen Unachtsamkeit fällig werden. Wenn du während des Radelns nicht auf dein Handy verzichten kannst, musst du mit einer Strafzahlung in Höhe von 55 EUR rechnen. Also: Lieber Finger weg vom Handy und achtsam im Moment bleiben! 

Verringerte Unfallgefahr durch achtsames Radeln

Fahrradunfälle entstehen durch Unachtsamkeit zweier oder mehrerer Verkehrsteilnehmer. Für die meisten Verkehrsteilnehmer wirkt das Fahrrad- oder Autofahren beruhigend, und sie schweifen gedanklich ab. Durch das achtsame Radeln übst du, in jedem Moment präsent zu bleiben, die Balance zwischen Konzentration und innerer Ruhe zu wahren. Zudem vermeidest du durch achtsames Radfahren Unfälle, indem du achtsamer auf Radwegen fährst und in Fußgängerzonen mehr auf Kinder und andere Fußgänger achtest.

Sicher mit Fahrradhelm

Das Tragen eines Helmes auf dem Rad ist in Deutschland keine Pflicht und jedem selbst überlassen. Ja, es ist eine Überwindung den Helm auf die perfekte Frisur zu setzen, aber es lohnt sich! Du musst dir immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass ein Helm Leben retten kann. Für alle Helmmuffel gibt es mittlerweile auch Alternativen, die kleidsam und sicher sind.

Wie trainierst du deine Achtsamkeit beim Radeln?

Das Achtsamkeitstraining, das du beim Radeln durchführen kannst, bedarf keinerlei Vorkenntnisse oder Erfahrungen. Du kannst direkt damit starten. Wie du die Achtsamkeitsübungen durchführst und was du beachten solltest:

1. Kopfhörer

Das Bedürfnis sich von der Außenwelt abzuschotten, kennst du sicherlich auch. Während des Fahrradfahrens solltest du auf das Musikhören verzichten. Das Unfallrisiko steigt durch deine verringerte Aufmerksamkeit.

 2. Verkehrsregeln

Dass du dich an Verkehrsregeln halten solltest, klingt erst mal selbstverständlich. Oftmals kannst du allerdings beobachten, dass für einige Fahrradfahrer ganz eigene Regeln gelten. Du trainierst deine Achtsamkeit auch dadurch, dass du die Verkehrsschilder- und teilnehmer wahrnimmst und beachtest.

 3. Wahrnehmung

Achte bewusst auf deine Umwelt: auf die Fußgänger, die Lokale am Straßenrand, den Wind…

4. Atmung

Konzentriere dich beim Radeln auf deine Atmung. Spüre die Ein- und Ausatmung. Das hilft dir, konzentriert zu bleiben und dich nicht von aufkommenden Gedanken ablenken zu lassen. 

5. Zeit

Plane genug Zeit für deinen Weg ein. Nur so gelingt es dir, dich ruhig und gelassen auf deine Umgebung und dich zu konzentrieren. Vielleicht liegt eine Fußgängerzone ohne Radweg auf der Strecke, sodass du vom Rad steigen musst.

6. Barfußradeln

Du kennst sicherlich dieses beruhigende Gefühl, wenn du barfuß über eine Wiese oder Sand läufst. Das kannst du auch beim Fahrradfahren erleben. Es gibt zahlreiche Pedale zur Selbstmontage, die dir das Barfußradeln angenehm machen (zum Bespiel das Modell: Moto Urban “Reflex”).

7. Trittbewegung

Neben der Atmung kannst du deinen Fokus auch auf deine Trittbewegung richten. Beobachte, welche Bewegungen dein Körper ausführt. Wie fühlt sich das an?

Achtsames Radfahren im Grünen

Bedingt durch die Reizüberflutungen im Alltag und den Großstadtverkehr, erkennen viel mehr Menschen zunehmend die meditative und wohltuende Wirkung der Natur an. Auch das Radeln im Grünen bringt viele Vorteile mit sich. Versuche, wenn möglich, durchgehende und störfreie Fahrradwege zu nutzen. So kannst du dich verstärkt auf deine Atmung, deine Bewegung und deine Meditation konzentrieren. Währeddessen lassen sich Atemübungen (Pranayama) bestens durchführen. Eine Reizüberflutung hat keine Chance, dich vom Wesentlichen abzulenken. Die frische Luft und die ruhige, grüne Umgebung helfen dir, dich zu erden. Vielleicht musst du dafür mal einen kleinen Umweg in Kauf nehmen, aber das lohnt sich!

TIPP: Es werden geplante Achtsamkeitsfahrradtouren in der Natur oder Stadtradeln in der Gruppe angeboten. Außerdem erstreckt sich das deutsche Fahrradwegnetz über 40.000 km, sodass du am Wochenende selbst eine Fahrradtour für mehr Achtsamkeit und Entspannung planen kannst.

Fragen und Anregungen? Gern an:
info@powerful-me.de

 

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