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Gelassen durch den Alltag

Gelassenheit macht vieles leichter

Ruhe und Gelassenheit sind Stichworte, die du natürlich kennst, aber Hand aufs Herz: Wie gut setzt du sie in deinem Alltag um. Oft sind wir im Strudel des Alltages gefangen und es scheint, als würde der Stress dich überältigen. Wie bleibst du da Herr oder Herrin der Lage? Antwort: Mit Gelassenheit. Wie das geht, erfährst du hier!

Was bedeutet es, gelassen zu sein?

Gelassenheit bedeutet, dass du in jeder noch so schwierigen Situation und bei jedem noch so schlimmen Schicksalsschlag die Fassung behältst. Als Synonym wird häufig auch von Ausgeglichenheit sowie innerer Ruhe gesprochen. Sie ist demnach genau das Gegenteil von Nervosität, Unruhe und Hast.

Egal, was sich dir an Herausforderungen oder Konflikten in den Weg stellt: Versuche gelassen zu bleiben und die Situation im ersten Schritt zu akzeptieren ohne sie zu bewerten.

Die Gelassenheit ist genau genommen eine innere Einstellung. Sie bezieht sich auf den emotionalen Aspekt, der dich Dinge so betrachten lässt, wie sie sind. Gelassen sein bedeutet also: Du müsstest noch nicht einmal auf eine Sache reagieren, sofern sie dich in einer angenehmen Weise unberührt lässt. So ist es dir möglich, deine innere Haltung zu wahren, den Fokus auf Ruhe zu legen – zu jedem Zeitpunkt. Gelassenheit macht dich widerstandsfähiger gegenüber Stress und Ängsten und führt damit langfristig zu mehr Zufriedenheit. Gelassenheit drückt sich auch im Körper aus, der sich bei innerer Gelassenheit in einem Zustand der Entspannung, bei Stress in Anspannung befindet.

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Gelassen auch bei Ungerechtigkeiten?

Wenn unsere persönlichen Grenzen durch andere überschritten werden, und wir uns ungerecht behandelt fühlen, bringt uns das aus der Ruhe. Nicht nur auf der kommunikativen Ebene können deine Grenzen überschritten werden, sondern auch in Prüfungssituationen oder anderen emotionalen Stresssituationen kannst du deine Gelassenheit schnell verlieren. Wir reagieren automatisch auf Stress. Nicht nur verbal, sondern auch körperlich. Dein Körper ist daher eine gute Kontrollinstanz – wenn es dir schwer fällt in einen Zustand der Entspannung zu kommen, fehlt es dir wahrscheinlich auch an innerer Gelassenheit.

Körperliche Folgen  bei fehlender Gelassenheit:

  • Verspannung
  • Verwirrung
  • Kontrollverlust
  • Frustration

Es lohnt sich also, wenn du dich auf den Weg zu mehr Gelassenheit machst. Damit du unangenehmen Situation und Alltagswidrigkeiten gestärkt entgegentreten kannst.

Gelassenheit beginnt im Kopf

Gelassenheit zeichnet sich durch die Ruhe und Ordnung im Kopf aus. Die Voraussetzung dafür ist die Erkenntnis, dass du jede Situation meistern kannst, wenn du nur willst. Auch ein positives Selbstwertgefühl und ein gesundes Selbstvertrauen sind die Basis für eine optimistische und zuversichtliche Einstellung gegenüber Stress, Fehlern, Versagen sowie Glück. Du manifestierst somit die Überzeugung, deines eigenes Glückes Schmied zu sein.

Du kannst nur gelassen sein, wenn du die richtige Einstellung hast. Diese musst du in deinem Denken und Handeln verankern und fest in deinem Leben integrieren.

Hast du eine positive Einstellung, nimmst du Dinge, deine Umgebung, deine Gedanken und Reaktionsmuster viel bewusster wahr. Du bist dabei nur Beobachter, du bewertest nicht. Das ist die Grundvoraussetzung für mehr Gelassenheit in deinem Leben. 

Gelassenheit hilft dir:

  • Das Leben bewusster wahrzunehmen
  • Widerstandsfähiger gegenüber Stress zu werden
  • Ein freies und offenes Lebensgefühl zu erreichen
  • Weniger Angst vor dem Leben zu haben
  • Nach der besten Lösung für ein Problem zu suchen, statt voreilig zu handeln
  • Kompromisse zu finden und einzugehen
  • Geduldiger mit Konflikten sowie Mitmenschen umzugehen
  • Kritik nicht persönlich zu nehmen

Wie du Gelassenheit lernen kannst

Um Gelassenheit zu erlernen, musst du zunächst den Grund für deine innere Unruhe und Unausgeglichenheit identifizieren. Dazu beobachtest du dich am besten selbst. Notiere dir, was dich in Stress versetzt und auf welche Situationen du wie reagierst.
Hast du dein Reaktionsverhalten notiert, kannst du daran arbeiten, die Auslöser und Stressreaktionen zukünftig aufzulösen. Meditations– sowie Entspannungsübungen können dich in deinem Prozess unterstützen. Durch diese Entspannungsformen wirst du langfristig lernen, dich in einer Art Grundentspannung zu befinden.

Neben einem meditativen Ausgleich kannst du auch sportliche Betätigungen in Betracht ziehen, um an deiner Gelassenheit zu arbeiten. Vergiss vor allem nie, regelmäßig durchzuatmen. Deine Atmung hängt nämlich mit deinem Stresslevel zusammen.

Sobald du in Stress gerätst, atmest du flacher – dem solltest du durch ein gleichmäßiges und ruhiges Ein- und Ausatmen entgegenwirken.

In sechs Schritten zu mehr Gelassenheit

Gelassenheit heißt nicht, dass du dich über nichts mehr aufregst. Es bedeutet aber, dass du selbst besser kontrollieren kannst, wie sehr dich Dinge oder Sachverhalte betroffen machen. Auf diese Weise reduzierst du auch Stress. Mit diesen sechs Tipps findest du zu mehr Gelassenheit.

1. Prüfe deine eigene Wahrnehmung

Analysiere dazu die Situation und überlege, wie schlimm diese wirklich ist. Wir tendieren gerne dazu, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen und im Endeffekt war es doch nur halb so schlimm. Du hinterfragst in diesem Schritt deine wahrgenommene Realität, was dich zu reflektierenden Erkenntnissen führt. Stell dir dazu einfach einmal vor, du wärest Zuschauer der Situation, die dich so auf die Palme gebracht hat. Würdest du als Beobachter zu den gleichen Schlüssen kommen und dich auch so ärgern oder aufregen?

2. Triff eine Entscheidung

Erkenne, dass deine Gedanken darüber bestimmen, welche Gefühle in dir aufsteigen. Beispiel: Du bist verabredet und dein Freund oder deine Freundin verspätet sich. Welche Gedanken kommen dir dann? „Immer versetzt sie mich, unmöglich!“  Die Gefühle, die dann in dir aufsteigen, sind sicher negativ. So steigerst du dich schnell hinein in deinen Ärger und die Gelassenheit ist futsch. Wenn du bemerkst, dass du zu ärgerlichen Gedanken neigst, dann reiß das Ruder bewusst herum und denke: „Hm, vielleicht kam ihr etwas dazwischen, ein Stau oder ein Nachbar, der sie aufgehalten hat …“ So kannst du durch Steuerung deiner Gedanken aktiv Einfluss auf deine Gefühle nehmen. Um diese Haltung zu üben, helfen dir Achtsamkeitsübungen

3. Lass los und akzeptiere dich, wie du bist

Bleibe gedanklich nicht in der Vergangenheit stecken. Konzentriere dich auf das Hier und Jetzt. Nimm deine Umgebung und deine Gedanken bewusst wahr. Und das Wichtigste: Nimm dich so an, wie du bist! Nichts erzeugt mehr Stress, als sich selbst zu verurteilen. Gönn dir auch mal einen schlechten Tag. Aber erkenne, dass du viel in der Hand hast, um aus einem schlechten einen guten Tag zu machen!

 4. Schaffe Ausgleiche

Such dir einen Ausgleich, der dich im Alltag so auspowert, dass der ganze Stress gar keinen Platz mehr in deinem Leben hat. Bewegung ist sehr gut, denn dadurch minimierst du auch negative Gedanken.

5. Finde deine eigenen Grenzen heraus

Weißt du wo deine Grenzen liegen, kannst du diese festsetzen und daran arbeiten, auch mal Nein zu sagen

6. Setze Prioritäten

Du musst nicht immer alles sofort erledigen und dich unter Druck setzen lassen. Alles hat seine Zeit und so solltest du dir bewusst machen, welche Dinge Priorität haben und welche du auch auf einen späteren Zeitpunkt verschieben kannst. 

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