NLP

Das Kommunikations- und Motivationsmodell

von | 26.05.2020

Steuerung des Unterbewusstseins

NLP: Neuro-Linguistisches Programmieren

Gute Kommunikation erfordert ein gutes Coaching: NLP ist ein Werkzeugkasten, der dir hilft, mithilfe von Übungen deinen Gefühlszustand zu ändern und deine Denkstrukturen zu verstehen. Wir erklären dir hier, was NLP ist, wie es funktioniert und welche Arten von NLP-Ausbildungen es gibt.

Definition: Was ist NLP?

NLP ist ein in den frühen Siebzigern entwickeltes Kommunikations- und Motivationsmodell, welches vor allem in der Psychotherapie Anwendung findet. NLP steht für Neuro-Linguistisches Programmieren. NLP ist ein in den frühen Siebzigern entwickeltes Kommunikations- und Motivationsmodell, welches vor allem in der Psychotherapie Anwendung findet. NLP steht für Neuro-Linguistisches Programmieren.

  • Neuro beschreibt das Nervensystem, um Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten.
  • Linguistik meint die Sprache, die wir benutzen, um zu kommunizieren.
  • Programmieren bezeichnet eine systematische Veränderung, die gezielt stattfindet und möglichst beibehalten wird.

NLP wurde entwickelt, um die Kommunikation zu verbessern, die Kreativität zu fördern und das volle Potenzial eines Menschen auszuschöpfen.

Die Geschichte von NLP

NLP wurde von Richard Bandler und John Grinder entwickelt. Bandler und Grinder lernten sich an der Universität von Kalifornien in Santa Cruz kennen. Sie fragten sich, warum bekannte Psychotherapeuten beim Behandeln der Klienten so großen Erfolg hatten und andere nicht. Darauf begannen sie, erfolgreiche Psychologen zu modellieren und Muster zu erkennen. Sie fanden heraus, dass die bekannten Psychotherapeuten ein gemeinsames Verhaltensmuster hatten, welches Bandler und Grinder in Seminaren mit Studenten testeten. Das war die Geburtsstunde des heutigen Neuro-Linguistischen Programmierens.

Wie funktioniert NLP?

Manche Strukturen unseres Gehirns sind so stark verankert, dass wir sie nicht beeinflussen können. Unser Gehirn funktioniert auf zwei verschiedenen Ebenen. Die bewusste Ebene, die für logisches Denken zuständig ist, und die unbewusste Ebene, die für automatisierte Funktionsweisen zuständig ist. Der bewusste Teil ist ständig wach, wenn es beispielsweise um das Erinnern an Namen geht. Die unbewusste Ebene aktiviert Verhaltensweisen, Glauben und Werte. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn wir Auto fahren oder ein Fenster öffnen.

Um Situationen zu ändern, wird zunächst ein positives Ziel festgelegt. Dieses Ziel muss unbedingt positiv formuliert sein. Anstelle von „Ich möchte nicht mehr, dass du zu spät kommst“, wird ein positiver Satz gebildet: „Ich möchte, dass du pünktlich bist.“

Unsere Augen verraten, was wir gerade fühlen

  • Oben links: Schauen wir nach oben links, erinnern wir sich an etwas.
  • Oben links: Schauen wir nach oben links, erinnern wir sich an etwas.
  • Oben rechts: Fällt der Blick nach oben rechts, versuchen wir ein Bild zu konstruieren, das wir so noch nicht kennen, beispielsweise ein zehn Meter hoher Hase.
  • Mitte links: Ist der Blick in der Mitte links, erinnern wir uns gerade an bekannte Geräusche.
  • Mitte rechts: Bei der Blickrichtung nach rechts bilden wir Geräusche, die uns noch nicht bekannt sind.
  • Unten links: Der Blick nach unten links verrät, dass wir gerade einen inneren Dialog führen und uns selbst etwas mitteilen.
  • Unten rechts: Ist der Blick nach unten rechts gerichtet, konzentrieren wir uns auf Gefühle, die wir einordnen können, beispielsweise, wenn wir uns fragen, wie es sich anfühlt, warm zu duschen. 

Vier Phasen des Neuro-Linguistischen Programmierens

1. Unbewusste Inkompetenz

In dieser Phase ist sich der Coachee nicht bewusst, dass er eine bestimmte Kompetenz nicht besitzt, folglich ist es für ihn auch nicht relevant oder störend. 

2. Bewusste Inkompetenz

In diesem Stadium wird dem Coachee bewusst, dass er nicht die nötigen Fähigkeiten besitzt, die es braucht, um eine Aufgabe zu lösen. Diese Inkompetenz frustriert ihn folglich.

3. Bewusste Kompetenz

Bei der bewussten Kompetenz erarbeitet sich der Coachee das Wissen, das er benötigt, und spürt ein Erfolgserlebnis.

4. Unbewusste Kompetenz

Das Wissen ist verinnerlicht und wird nicht mehr als bewusst wahrgenommen. Der Coachee handelt intuitiv und ist in der Lage, natürlich zu reagieren und Vertrauen in seine Handlungen zu haben. 

Welche Ziele hat das Neuro-Linguistische Programmieren?

Die Ziele des NLP sind in zwei Bereiche aufgeteilt. Es gibt die Ziele mit Innenwirkung, wie beispielsweise die emotionale Kompetenz, seine eigenen Grenzen zu überwinden, Denkblockaden zu lösen oder die eigene Achtsamkeit zu schulen. Die anderen Ziele sind auf die Außenwirkung gerichtet, um eine positivere Ausstrahlung zu gelangen, besser mit Konflikten umgehen zu können oder Strategien entwickeln zu können. Diese Ziele können sowohl in Psychotherapien eingesetzt werden als auch in der Gesundheit oder generellen gesellschaftlichen Institutionen.

Mentale Stärke und Lebensfreude durch NLP

Werden die Innen- und Außenwirkung trainiert, stellt sich eine allgemeine Zufriedenheit ein. Durch das Bewusstmachen der inneren Prozesse und die gekonnte Steuerung des eigenen Verhaltens und der Gefühle, wird mentale Stärke aufgebaut und gefestigt. In Unternehmen bewirkt NLP, dass Verhandlungen leichter vonstattengehen oder das Team gestärkt wird.

Teamstärke durch NLP

Mentaltraining baut auf NLP auf

NLP ist ein großer Bestandteil des Mentaltrainings. Bei dem Mentaltraining werden Denk- und Verhaltensweisen nachhaltig verändert. Hier werden die Elemente des Neuro-Linguistischen Programmierens dazu verwendet, um beispielsweise eine Imagination hervorzurufen und neue Denkweise zu schaffen.

Zudem ist NLP ein großer Bestandteil anderer Behandlungen, die beispielsweise Traumafolgestörungen behandeln. NLP ist die Basisvoraussetzung für die EMDR-Methode und die wingwave®-Methode.

10 Vorannahmen des NLP

  1. Die Landkarte ist nicht das Gebiet: Jeder hat andere Vorstellungen von der Welt.
  2. Es gibt keine Fehler – nur Feedback.
  3. Es gibt keine richtigen oder falschen Modelle der Welt.
  4. Jeder Mensch hat alle Ressourcen in sich.
  5. Menschen treffen innerhalb ihres Modells der Welt die beste ihnen subjektiv zur Verfügung stehende Wahl.
  6. Hinter jedem auch noch so problematischen Verhalten steckt eine gute Absicht.
  7. Jedes Verhalten bezweckt im Leben des Betreffenden eine positive Funktion, unabhängig von möglichen negativen Nebenwirkungen.
  8. Für jedes Verhalten gibt es einen Kontext, in dem es sinnvoll oder nützlich sein kann.
  9. Widerstand beim Klienten bedeutet mangelnde Flexibilität des Beraters.
  10. Wenn etwas nicht funktioniert, tu etwas anderes.

Für wen eignet sich die NLP-Methode?

Generell ist NLP für die unterschiedlichsten Bereiche anwendbar. Überall da, wo Kommunikation, die Ausschöpfungen des eigenen Potenzials oder Effizienz von Bedeutung sind, kann NLP angewendet werden. Außerdem eignet sich die Methode für die Entwicklung von Kreativität im Schreiben oder auch in zwischenmenschlichen Beziehungen. Diese zwischenmenschlichen Beziehungen können sowohl beruflich als auch privater Natur sein.

NLP-ausbildung: Master oder Coach werden

Du möchtest selbst die NLP-Methode lernen, ohne dass es im betrieblichen Rahmen stattfindet? Jeder kann eine NLP-Ausbildung machen. Innerhalb der Ausbildung gibt es verschiedene Formen, die sich in Dauer und Umfang unterscheiden. National und international unterscheiden sich die Ausbildungen ebenfalls, sie sind abhängig von den jeweiligen Verbänden. Der Deutsche Verband für Neuro-Linguistisches Programmieren bietet umfassende Informationen zu den verschiedenen Ausbildungsformen und wo NLP-Ausbildungen angeboten werden. Wir zeigen dir hier nachfolgend die gängigsten Ausbildungen.

Basisseminar

Das Basisseminar ist die kürzeste Form der Ausbildung, sie dauert meistens zwischen fünf und neun Tagen. Hier geht es darum, einen Einblick in die Welt des Neuro-Linguistischen Programmierens zu bekommen, falls eine zeitintensivere Ausbildung gerade nicht in den zeitlichen Rahmen passt. Zudem ist das Basisseminar für diejenigen gut, die noch nicht genau wissen, ob die NLP-Methode für ihre Bedürfnisse passend ist. 

Practitioner

Die Practitioner ist die erste Stufe der NLP-Ausbildung. Sie verteilt sich auf circa 18 Tage. Bei der Practitioner-Ausbildung werden alle grundlegenden Methoden und Modelle des NLP aus verschiedenen Bereichen vermittelt. Nach der Ausbildung kann der Trainee diese Methoden praktisch anwenden. Die Hauptmerkmale liegen hier auf den folgenden Fähigkeiten:

  • Rapportfähigkeit
  • Zielklarheit
  • Wahrnehmungsfähigkeit
  • Flexibilität
  • Ressourcen-orientiertes und ökologisches Vorgehen

Master

Das Master-Training hat die gleiche Dauer wie das Practitioner-Training. Um an der Master-Ausbildung teilzunehmen, benötigst du eine erfolgreich abgeschlossene Practitioner-Ausbildung. Hier werden die Inhalte aus der vorherigen Stufe vertieft und in einen komplexeren Kontext gebracht. So werden die NLP-Grundannahmen beispielsweise auf die Verhaltensebene bezogen und Wahrnehmungsfähigkeiten weiterentwickelt.

Trainer

Die Trainer-Ausbildung ist intensiver als die vorangegangenen Ausbildungen und bezieht sich auf ein berufsorientiertes NLP-Training. Außerdem benötigst du mindestens zwei Jahre Praxiserfahrung seit der Practitioner-Ausbildung. Hier geht es darum, die NLP-Präsentationstechniken zu vermitteln. 

Coach

Um die Coach-Ausbildung zu machen, benötigst du die Practitioner- oder Master-Ausbildung. Die Inhalte des Coach-Trainings sind in fünf Teilbereiche gegliedert.

  1. Grundhaltung
  2. Marketing
  3. Rahmenbedingungen Coachingprozess
  4. Methodenkompetenz
  5. Supervision

Vera powerful me

Vera
liebt gute Bücher und Musik | schätzt Ehrlichkeit | ist immer zuversichtlich
Schreib uns: info@powerful-me.de

 

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