Unzufriedenheit

Geht da nicht noch mehr?

Erfüllter leben

Was bedeutet Unzufriedenheit?

Wir kennen das alle: In verschiedenen Situationen unseres Lebens ist sie plötzlich da – die Unzufriedenheit. Das wir ab und an unzufrieden mit uns oder unserem Leben sind ist ganz normal, sollte aber nicht zum Dauerzustand werden. Doch oft bemerken wir unsere innere Unzufriedenheit nicht, denn sie kommt oft schleichend. 

Erste Anzeichen: Du bist des Öfteren gereizt, ungeduldig, angespannt und durch Druck in deiner Leistung eingeschränkt. Hast du dich durch eine Situation oder einen anderen Auslöser erstmals in einem deiner Lebensbereiche unzufrieden gefühlt, schwappt dieser Zustand ganz schnell auch auf alle anderen Lebensbereiche über. So kannst du nur noch schwer identifizieren, wo genau das eigentliche Problem liegt.

{

Nutze deine Unzufriedenheit als Motor für eine Veränderung.

{

Unzufriedenheit als Warnung

Unzufriedenheit macht dir deutlich, dass du etwas in deinem Leben verändern solltest. Der vermeintlich negative Gemütszustand kann durchaus eine positive Wirkung nach sich ziehen. Wenn du unzufrieden bist und dich das zum aktiven Handeln bringt – du also dein Problem erkennst, eine Lösung für dieses findest und tatsächlich etwas änderst – lernst du daraus und findest wieder zu neuem Glück.

Hier ein Beispiel: Fühlst du dich in deinem Job unglücklich und unzufrieden, sollte dich dies zum Nachdenken anregen. Du wirst dich mit deiner Situation aktiv auseinandersetzen und merken, dass du eine Veränderung vornehmen möchtest. Du musst nicht direkt kündigen, aber wenn es das ist, was dich glücklicher machen wird, dann nur zu: Überwinde deinen inneren Schweinehund und gehe dem Wunsch nach, der dich deiner Berufung und dem, wofür dein Herz schlägt, näherbringt.

Merke dir: Unzufriedenheit als Ansporn ist positiv und Unzufriedenheit als Demotivation negativ.

Warum du ständig unzufrieden bist

Unzufriedenheit wird bei jedem von uns durch andere Ursachen ausgelöst. Als häufige Auslöser sind jedoch folgende zu benennen. Der ständige Vergleich mit anderen macht dir zu schaffen. Du lässt dich zu leicht davon blenden, wie großartig das Leben der anderen ist und vergisst dadurch total, was du alles besitzt und welche Erfolge du bereits in deinem Leben erzielt hast.

Du entwickelst vermutlich Neid und Missgunst, was sich wiederum in Unzufriedenheit deutlich macht. Neben dem Vergleich mit Personen aus deinem Umfeld, spielen auch Stars, Werbespots und Medienberichte eine große Rolle für das Unwohlsein. Vermeintliche Ideale vermitteln dir, wie ein perfektes Leben auszusehen hat und lassen dein eigenes Leben trist und langweilig erscheinen. Du realisierst, dass dir etwas fehlt, hältst an den Idealen fest und beginnst, einfach alles zu hinterfragen.

Dauerhafte Unzufriedenheit führt zu …

Zu hohe Erwartung schüren die Unzufriedenheit

Erwartungen, die du an dich selbst sowie an deine Mitmenschen stellst, sind meist die größte Ursache für deine Unzufriedenheit. Gerade, wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden. Falsche Werte und das Streben nach Mehr bestärken dieses machtlose Gefühl nur noch, da du dich keiner Situation mehr gewachsen fühlst.

Nicht nur private, sondern auch berufliche Belange können dich unzufrieden machen. Wenn du dich nicht angemessen bezahlt und ausgenutzt fühlst oder ein schlechtes Betriebsklima auf dein Gemüt schlägt, sind das genau die Ursachen, die Unzufriedenheit in dir aufkommen lassen.

Gehen wir zu dem ursprünglichen Ansatz zurück: In Situationen, in denen du denkst, du hättest und kannst nichts, gilt es umzudenken.

Nutze die Unzufriedenheit positiv für eine Veränderung in deinem Leben. Andernfalls machst du dich langfristig nur noch unglücklicher, was sich wiederum negativ auf deine Gesundheit einschlägt.

Die innere Unzufriedenheit besiegen

Um die innere Unzufriedenheit zu besiegen und in etwas Positives umwandeln zu können, musst du zunächst einmal herausfinden, woher sie kommt und durch was sie verursacht wurde. Dazu musst du bestimmte Lebensbereiche kritisch hinterfragen. Mögliche Fragestellungen können dabei sein:

  • Mit welchen Bereichen meines Lebens bin ich unzufrieden?
  • Was genau stört mich in diesen Bereichen?
  • Wie würde es mir besser gehen?
  • Was kann ich tun, damit es mir in diesem Bereich wieder besser geht?

Wenn dir diese Fragen jedoch zu komplex erscheinen, kannst du noch gezielter vorgehen, um die betroffenen Lebensbereiche zu identifizieren. Notiere dir dazu jeden Lebensbereich, der dir wichtig ist, in einem Balken- oder Kreisdiagramm – was dir lieber ist. Diese Bereiche könnten sein Liebe/Beziehung, Arbeit, Finanzielles oder vieles mehr. Hast du die für dich wichtigen notiert, kannst du bewerten und ausmalen, wie zufrieden du in diesen Bereichen bist. Bist du mit deiner Bewertung fertig, kannst du dir einen Überblick darüber verschaffen, in welchem Bereich „Optimierungsbedarf“ besteht. 

Vergleiche, aber richtig!

Stelle als Nächstes den Bereichen, die dich unzufrieden machen, deine Erfolge gegenüber. Dazu musst du dir zunächst bewusst machen, wo du erfolgreich bist. Reflektiere genau, welche Erfolge du erzielt hast und wie du Tiefen überwunden hast. Hast du dich erst einmal wieder daran erinnert, kannst du deine Lösungsansätze in deine derzeit problematischen Lebensbereiche adaptieren.

Du wirst vermutlich nicht dieselben Lösungsansätze anwenden können, sie können aber eine Inspiration für neue sein. Zudem lässt dich die Reflektion eigener Erfolge Dankbarkeit verspüren, welche ebenfalls antrainiert werden kann und dich Zufriedenheit lehrt. Wichtig zu wissen ist vor allem, dass du deine innere Kraft jederzeit aktivieren kannst. Diese Erkenntnis ist der Schlüssel zu deiner Zufriedenheit.

Durch Selbstakzeptanz und Selbstbewusstsein weißt du, dass du jeder Situation gewachsen bist oder zumindest Kräfte entwickeln kannst, um diese zu meistern.

Weitere Artikel

Eltern, macht Pause!

Eltern, macht Pause!

Kinder, Job, Partnerschaft: Wo bleibt da die Zeit für dich? Mit unseren Tipps eroberst du sie zurück.

Perfektionismus ablegen

Perfektionismus ablegen

Sorgfalt ist gut, aber wenn sie in krankhaften Perfektionismus übergeht, musst du etwas tun!

Selbstliebe üben

Selbstliebe üben

Selbstliebe ist der erste Schritt in ein bewussteres, erfüllteres Leben. Begegne dir selbst positiv.