Der innere Schweinehund

Mit Motivation und Disziplin die Dinge in die Hand nehmen.

Motivation tanken

Den inneren Schweinehund bekämpfen

Wer kennt ihn nicht, den gemeinen inneren Schweinehund, der uns von vielen Dingen abhält, die wir eigentlich erledigen müssten oder wollten? Sätze wie: „Ich fange am Montag mit Sport an – Ich weiß nur noch nicht, für welchen ich mich entscheiden soll.“ oder „Ab morgen mache ich Diät!“ So oder so ähnlich klingt es, wenn wir uns Dinge vornehmen, uns aber nicht überwinden können, diese auch wirklich anzugehen. 

Den inneren Schweinehund machen wir dann ganz selbstverständlich dafür verantwortlich, dass etwas nicht funktioniert hat. Doch was ist der innere Schweinehund überhaupt und wie werden wir unseren ungeliebten, tierischen Freund wieder los? Auf dieser Seite erfährst du es. 

Was bedeutet „innerer Schweinehund“?

Der Begriff „innerer Schweinehund“ wird häufig als Synonym für fehlende Disziplin, einen schwachen Willen sowie für mangelnde Selbstbeherrschung verwendet. Er macht sich vor allem dann bemerkbar, wenn du keine Lust aufbringen kannst, unangenehme Aufgaben oder Ziele zu erfüllen oder zu erreichen. Genau genommen hindert dich dein innerer Schweinehund daran, dich zu verändern und weiterzuentwickeln. Er bremst schlicht und ergreifend deinen Wachstumsprozess aus.

 

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Finde deine persönliche Motivation – ein WARUM, wofür es sich lohnt, dem inneren Schweinehund den Kampf anzusagen.

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Ist der leichteste Weg immer der beste?

Der innere Schweinehund schlägt dir den vermeintlich einfacheren Weg ohne große Anstrengung vor. Du lehnst dich bequem zurück und bleibst in deinen Routinen gefangen. Routinen sind jedoch nur dann sinnvoll, wo du sie auch wirklich beibehalten möchtest. Willst du dein Leben in gewissen Punkten verändern, können festgefahrene Routinen der Auslöser sein, dass sich dein innerer Schweinehund bemerkbar macht.

Ursprung der Begrifflichkeit

Der Begriff „Schweinehund“ kommt aus der Jagdsprache und stammt aus der Mittelalterzeit. Zur Wildschweinjagd wurden Hunde – damals als Schweinehunde oder Sauhunde bezeichnet – eingesetzt, um Wildschweine zu hetzten. So konnten Jäger die ermüdeten Tiere festsetzen.

Anfang des 19 Jahrhunderts wurde der Begriff dann als Schimpfwort eingesetzt. Personen, die als Schweinehund bezeichnet wurden, charakterisierte eine niedrige Motivation sowie ein bissiges Verhalten.

In der heutigen Zeit wird der Begriff um das Innere eines Menschen ergänzt und häufig in Bezug auf Sport oder Ernährung verwendet. Gemeint ist dann, dass Faulheit und mangelnde Disziplin die Überhand gewinnen und du dich nicht mehr aufraffen kannst, Neues zu entdecken.

Sechs Tipps gegen den inneren Schweinehund

Um deinen inneren Schweinehund überwinden und letztlich besiegen zu können, musst du Willensstärke beweisen und deine Gewohnheiten ändern. Erst dann hast du die Möglichkeit, deine Komfortzone zu erweitern und dein persönliches Wachstum zu fördern. Ein Tipp vorweg: Such dir Gleichgesinnte, die ein ähnliches Ziel verfolgen. So könnt ihr euch gegenseitig motivieren.

1. Motivation

Finde deine persönliche Motivation – ein WARUM, wofür es sich lohnt, deinem inneren Schweinehund endlich den Kampf anzusagen.

2. Ran an den Speck!

„Dafür habe ich auch später noch Zeit!“ Kommt dir bekannt vor? Schluss damit! Verbann die Aufschieberitis aus deinem Kopf und beginne Dinge sofort, anstatt sie auf irgendwann einmal zu verschieben.

3. Feste Ziele

Mach dir einen konkreten Plan mit fest definierten Zielen. So entwickelst du eine neue Routine. Ist die erst einmal etabliert, wird sich dein innerer Schweinehund immer mehr zurückziehen.

4. Nicht schummeln

Vermeide Ausreden: Informiere dein Umfeld über dein Vorhaben und sage ihnen, dass sie dich ermahnen sollen, wenn du wieder nach Ausreden suchst.

5. Sei gut zu dir

Belohne dich, wenn du deinen inneren Schweinehund besiegt hast. Sieh positiv auf das Erreichte, auch wenn es nur Teiletappen sind.

5. Verkrafte Rückschläge

Sieh Rückschläge als Chance, Fehler bereinigen zu können. Sicher wirst du am Anfang immer wieder in alte Muster verfallen. Reibe dich daran nicht auf, sondern starte täglich neu. Das Aufbrechen alter Gewohnheiten und Denkmuster braucht seine Zeit und zwar im Schnitt 66 Tage!

Gewohnheiten ändern und Glücksmomente sammeln

Gewohnheiten sind Vorgänge und Verhaltensweisen, die automatisch und unterbewusst ablaufen. Scheinen sie in einem Moment das Leben erleichtern, können sie im anderen Moment auch zum Stillstand deiner Persönlichkeitsentwicklung führen.

Um Gewohnheiten ändern zu können, ist zunächst wichtig zu verstehen, warum wir überhaupt in Gewohnheiten verfallen.

Gewohnheiten und Routinen entlasten dein Gehirn. Jeder neue Reiz verlangt nach Aufmerksamkeit, Konzentration und der mentalen Verarbeitung. Da kommt uns ein routinierter Ablauf gelegen, um nicht ständig aufs Neue diesen Anforderungen gerecht zu werden. Wiederkehrende Prozesse geben dir somit Stabilität und Sicherheit und bringen dich nicht aus deiner vermeintlichen inneren Ruhe. Doch, wenn du in deinem Leben wachsen und dich weiterentwickeln möchtest, ist es unumgänglich, dich neuen Herausforderungen zu stellen und neue Gewohnheiten dazuzugewinnen. Das erfordert Arbeit, Durchhaltevermögen und Selbstdisziplin. Belohnt wirst du mit Glücksmomenten, wenn du eine neue Gewohnheit sicher in deinen Alltag integrieren konntest.

Schlechte Gewohnheiten ändern:

  • Um deine schlechten Gewohnheiten langfristig gegen neue und bessere auszutauschen, musst du diese zunächst identifizieren und benennen.
  • Stelle im nächsten Schritt den Auslöser für diese Gewohnheit fest. Auslöser können bestimmte Emotionen, Orte, Tages- oder Uhrzeiten sowie Personen und Handlungen sein.
  • Hast du den Auslöser identifiziert, kannst du den Automatismus durchbrechen und eine Alternative herausfinden. Die Alternative sollte dir Spaß machen, aber auch sinnvoll sein.
  • Im nächsten Schritt ersetzt du deine Gewohnheit durch deine Alternative. Dies kann zum Beispiel ein veränderter morgendlicher Ablauf sein: Du nimmst dir die Zeit für eine Meditation oder Entspannungsübungen.

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