Selbstbewusstsein

Herausforderungen im Arbeitsalltag meistern

Persönliche Entwicklung

So stärkst du dein Selbstbewusstsein

Im Berufsleben ist ein gesundes Selbstbewusstsein das A und O. Wenn du dir deiner selbst und deiner Fähigkeiten bewusst bist, fällt es dir leichter, den Arbeitsalltag mit all seinen Herausforderungen zu bewältigen. Du fühlst dich nicht so schnell überfordert und hast das Gefühl, dass du deinen Aufgaben gewachsen bist.

Im Wesentlichen bedeutet Selbstbewusstsein, dass du dir deiner selbst bewusst bist. Das heißt, du bist in der Lage, dich selbst als denkendes und fühlendes Wesen wahrzunehmen und deine eigene Persönlichkeit zu erkennen. Du weißt genau, welche Eigenschaften, Fähigkeiten, Stärken und Schwächen du hast.

Was ist Selbstbewusstsein?

Du kennst deine Geschichte und bist imstande, dir ein umfassendes Bild von dir selbst zu machen. Dieses Selbstbild entsteht einerseits durch deine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse, andererseits aber auch durch die Personen in deinem Umfeld. Menschen mit einem starken Selbstbewusstsein sind sehr reflektiert und denken aktiv über sich und ihr Handeln nach. Das ist eine wichtige Fähigkeit, denn nur so kannst du herausfinden, wo du noch an dir arbeiten könntest.

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Selbstbewusstsein bedeutet, dass du deine Fähigkeiten kennst und genau weißt, wer du bist. 

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Wie entsteht Selbstbewusstsein?

Selbstbewusstsein ist nicht angeboren, sondern entwickelt sich mit der Zeit. Diese Entwicklung ist durch viele Umstände und Faktoren geprägt, zum Beispiel durch die Erziehung, Glaubenssätze, Einstellungen, Akzeptanz durch das Umfeld oder die Behandlung in der Schulzeit. Maßgeblich entwickelt sich das Selbstbewusstsein zwischen dem ersten und fünften Lebensjahr – diese Zeitspanne wird als Prägungsperiode bezeichnet. Aus diesem Grund haben vor allem Eltern einen großen Einfluss auf das Selbstbewusstsein, da sie Verhaltensmuster und Einstellungen bei der Erziehung weitergeben.

Unterscheidung: Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen

Häufig werden die Begriffe Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl synonym genutzt. Sie bedingen sich zwar gegenseitig und hängen eng zusammen, dennoch handelt es sich um verschiedene Dinge.

1. Selbstbewusstsein – Wer bin ich?

Damit ist zunächst nur das Sich-selbst-bewusst-sein gemeint, und dass du deine eigene Person bewusst wahrnimmst. Du weißt, wer du bist, woher du kommst, was du kannst und was du nicht kannst.

2. Selbstvertrauen – Was kann ich?

Das Selbstvertrauen baut auf dem Selbstbewusstsein auf: Im besten Fall kennst du deine Fähigkeiten nicht nur, sondern vertraust auch in diese. Das ist nicht immer selbstverständlich, da viele Menschen erst lernen müssen, Vertrauen in sich und ihre Fähigkeiten zu haben.

3. Selbstwertgefühl – Was bin ich wert?

Abhängig von deinem Selbstbild und dem Bild, das andere von dir haben (Fremdbild), kommst du zu einer Einschätzung, wie viel du wert bist. Wenn du wenig Selbstvertrauen hast und nicht an deine Fähigkeiten glaubst, zeigt sich das wiederum in einem geringen Selbstwertgefühl.

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Gründe für fehlendes Selbstbewusstsein

Hinter Minderwertigkeitsgefühlen und einem geringen Selbstbewusstsein stecken in den meisten Fällen Ängste – vor allem die Angst, abgelehnt zu werden und die Angst, zu versagen. Die Ängste halten uns davon ab, ein starkes Selbstbewusstsein zu entwickeln und Veränderungen zuzulassen, die uns persönlich weiterbringen. So verpassen wir oft die Gelegenheit, wichtige Erfahrungen zu machen und uns ein gesundes Selbstwertgefühl anzutrainieren.

Menschen mit Versagensängsten sind von ihren Fähigkeiten nicht überzeugt und von Zweifeln geplagt, was zu einer inneren Unsicherheit und einem negativen Selbstbild führt. Diese Selbstzweifel prägen das Verhalten und die zwischenmenschlichen Beziehungen maßgeblich: Unsichere Menschen suchen nach der Bestätigung und Anerkennung durch andere Menschen. Sie machen ihr Selbstbild stark von ihrem Umfeld abhängig und lassen sich von noch so kleinen Misserfolgen aus der Bahn werfen. Bei negativen Erfahrungen sind sie anfällig für noch größere Selbstzweifel.

Typische Gedanken von Menschen mit einem geringen Selbstbewusstsein

  • „Ich bin nicht gut genug.“
  • „Ich kann das nicht.“
  • „Ich schaffe das nicht.“
  • „Ich tauge nichts.“
  • „Warum sollte ich es überhaupt versuchen?“
  • „Ich habe Angst vor Veränderungen und Neuem.“
  • „Ich traue mich nicht, meine Meinung zu sagen.“
  • „Andere sind besser als ich.“

Tipps, um dein Selbstbewusstsein zu stärken

Da sich das Selbstbewusstsein mit der Zeit entwickelt und von verschiedenen Faktoren abhängt, kannst du selbst dazu beitragen, dein Selbstbewusstsein zu stärken. So fällt es dir in deinem Beruf leichter, dich Herausforderungen zu stellen und mit deinen Kollegen zu kommunizieren.

 1. Weg von den negativen Gedanken

Versuche, dich von negativen Gedanken und Minderwertigkeitsgefühlen zu lösen. Du bist nicht minderwertig und das Streben nach Perfektion raubt unnötig Kraft. Du musst deine Schwächen nicht nur kennen, sondern auch lernen, diese zu akzeptieren. Sie sind ein Teil von dir und das ist in Ordnung. Mache dir stattdessen bewusst, was toll an dir ist und was du bisher erreicht hast. Darauf kannst du stolz sein.

2. Vergleiche dich nicht mit anderen Menschen

Höre auf, dich mit deinen Freunden, Kollegen oder anderen Personen zu vergleichen. Jeder Mensch hat seine eigenen Stärken und Schwächen und nicht jeder muss alles können. Nur weil du etwas nicht so gut beherrschst wie deine Kollegen, bist du nicht weniger wert als sie. Es bringt also nichts, dich und deine Fähigkeiten ständig zu vergleichen und dein Selbstbild davon abhängig zu machen.

3. Arbeite an deiner Haltung und Körpersprache

Selbstbewusstsein spiegelt sich nicht nur in deinen Worten, sondern auch in deiner Haltung und deiner Körpersprache wider. Eine gebückte Haltung und nervöse Gesten können deinem Gegenüber schnell den Eindruck vermitteln, dass du unsicher bist. Am besten trainierst du deine Körpersprache: Halte dich gerade, mache dich nicht klein und strahle Ruhe aus. Wenn du mit jemandem sprichst, sieh deinem Gegenüber im Gespräch direkt in die Augen. Je besser deine Haltung ist, desto besser und selbstbewusster fühlst du dich.

4. Verlasse deine Komfortzone

Versuche, täglich über dich hinaus zu wachsen und deine Komfortzone zu verlassen. Es ist völlig in Ordnung, wenn du das langsam und in kleinen Schritten tust. Trotzdem solltest du dich hin und wieder Dingen und Aufgaben stellen, die dir schwerfallen. Mit jedem Erfolg wird es dir leichter fallen, dich zu überwinden und Neues zu wagen. So erweiterst du deine Grenzen sowie deinen Horizont und bist im Arbeitsalltag besser auf Unerwartetes vorbereitet.

5. Führe dir deine Stärken & Schwächen vor Augen

Lerne dich besser kennen, indem du dich mit deinen Stärken und Schwächen auseinandersetzt. Halte dich nicht zu lange an deinen Schwächen auf. Es ist zwar wichtig, diese zu kennen, allerdings solltest du auf den Dingen aufbauen, die du gut kannst.

6. Lerne, mit Komplimenten & Erfolgen umzugehen

Wenn dir jemand ein Kompliment macht, ertappst du dich vielleicht dabei, dieses zu hinterfragen. Vielleicht hinterfragst du sogar, ob die Person das Kompliment ernst gemeint hat. Löse dich von solchen Gedanken und denke nicht zu viel darüber nach. Nimm Komplimente einfach an und freue dich darüber. Genauso solltest du selbst deine Erfolge schätzen, denn so fällt es dir sofort leichter, die Anerkennung von anderen anzunehmen.

7. Lerne, mit Kritik umzugehen

Neben Komplimenten musst du außerdem lernen, mit konstruktiver Kritik umzugehen. Kritik gehört zum Berufsleben dazu und ist per se nichts Schlechtes. Zwar ist es nie ein schönes Gefühl, wenn dir deine Fehler vorgehalten werden, allerdings hast du dadurch die Chance, an dir zu arbeiten. Mache dir bewusst, dass deine Kollegen oder dein Chef dich mit Kritik nicht persönlich angreifen. Konstruktive Kritik hilft dir, die Qualität deiner Arbeit nachhaltig zu verbessern.

8. Gib dir Zeit

Ein starkes Selbstbewusstsein entwickelt sich nicht von heute auf morgen, sondern ist Teil deiner Persönlichkeitsentwicklung. Sei geduldig mit dir und erwarte kein Wunder. Es lohnt sich, dran zu bleiben und nicht aufzugeben. Wenn du unsere Tipps beherzigst und Schritt für Schritt vorgehst, wirst du schon bald merken, dass du ein besseres Selbstbild hast und immer mehr in deine Fähigkeiten vertraust. Belohne dich zwischendurch und freue dich auch über kleine Erfolge.

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