Überwinde deine Ängste!

Wie Meditation dabei hilft

von | 04.02.2020

Ängste bewältigen

Meditation gegen Angst: Besiege die Unruhen in dir

Bekommst du Angstzustände, wenn du weißt, dass der Zahnarzttermin ansteht? Oder eine wichtige Prüfung, für die du lange gelernt hast? Ängste begleiten uns ständig im Leben. Eine Lösung für das Überwinden dieser Angstattacken ist die Meditation. Welche Arten von Meditationen gegen Angst es gibt und wie du sie erlernen kannst, erklären wir dir hier.

Was ist Meditation?

Meditation ist eher eine Erfahrung, als eine Praxis. Es bedeutet nicht „Nichts tun“ und ist keine Form von Entspannungsübung. Bei der Meditation geht es vielmehr darum, aktiv die Achtsamkeit zu schulen. Das Ziel einer Meditation ist es, eine Art „Erleuchtung“ oder „Erwachen“ zu spüren. Durch sie kannst du Ängste überwinden, Depressionen vorbeugen und Zufriedenheit gewinnen.

 

Fünf Ziele der Meditation

  • Leben im Hier und Jetzt: Du findest die Balance aus Vergangenheit und Zukunft
  • Reines Bewusstsein: Du wirst die Ängste und Sorgen los, die dich bedrücken
  • Freiheit: Du wirst unabhängig von außenstehenden Gefühlen. Was zählt, bist du
  • Wohlbefinden: Du bist mit dir selbst im Reinen und verspürst ein Glücksgefühl
  • Ängste bekämpfen: Tief sitzende Ängste werden gelöst

Was zeichnet Angststörungen aus?

Es gibt verschiedene Formen von Angst. Nicht jede Angst bedeutet direkt, dass Menschen direkt unter einer Angststörung leiden oder sie eine Panikattacke bekommen. Die reale Angst, die neurotische/krankhafte Angst und die individuelle/existenzielle Angst. Die reale Angst beschreibt alles, was als ernsthafte Bedrohung oder Gefahr gesehen werden kann: beispielsweise die Angst vor Krieg oder vor Umweltkatastrophen. Kommen Ängste aus dem Unterbewusstsein und sind somit auf verdrängte Ereignisse oder Traumata zurückzuführen, wird von einer neurotischen Angst gesprochen. Beispiele hierfür können die Angst vor Spinnen, geschlossenen Räumen oder vorm Fliegen sein. Unter der individuellen/ existenziellen Angst verstehen Psychologen die Angst, etwas falsch zu machen oder vor der eigenen Existenz: Die Angst, alleine zu sein, eine Niederlage zu erleben oder generelle Angst vor dem Tod.

Eine Angststörung kann bei manchen Menschen zu schweren gesundheitlichen und psychischen Schäden des Körpers führen, beispielsweise eine daraus entwickelte Depression, Panikattacken kommen zum Teil aus heiterem Himmel und können zu Schwindel, Atemnot oder Herzrasen führen.

Wie hilft Meditation bei Angst?

Meditation ersetzt keine Psychotherapie, hilft dir aber dabei, Ängste loszulassen, beruhigter durch dein Leben zu gehen und zu völliger Entspannung zu gelangen. Unsere Ängste beeinflussen unsere Handlungen und somit unser komplettes Leben. Aber im Gegenzug beeinflussen wir unsere Ängste. Wir haben die Möglichkeit, unsere Spannungen zu regulieren und zu bekämpfen. Mithilfe von achtsamkeitsbasierter Meditation schulen wir unser Gehirn darauf, auf bestimmte Gefühle zu reagieren und sie zu steuern.

Wie finde ich die richtige Meditationsform für mich?

Welche der untenstehenden Formen für dich die beste ist, entscheidest nur du selbst. Probiere sie über einen längeren Zeitraum aus. Wenn du das Gefühl hast, dass dir eine Form nicht liegt, gib nicht direkt auf. Manches braucht Zeit und ist auf Dauer gut für Körper und Seele, auch, wenn du es nicht direkt als positiv empfindest. Meditieren fällt manchen Menschen nicht leicht, es lohnt sich jedoch dranzubleiben.

Grundlegende Sitzhaltungen bei der Meditation

Generell ist die Hauptsache, dass du bequem sitzt, sodass du dich voll auf die Meditation konzentrieren kannst. Es gibt verschiedene Varianten von Sitzhaltungen. Wähle die für dich passende aus. Wichtig bei allen Sitzhaltungen ist, dass dein unterer Rücken gerade ist und du für längere Zeit entspannt sitzen kannst.

Stuhl oder Hocker:
Das klappt immer: Du setzt dich gerade und aufrecht auf einen Stuhl oder Hocker und lässt deine Arme entspannt nach unten hängen.

Fersensitz:
Wenn du keine Knieprobleme hast, kannst du im Fersensitz meditieren.

Lotussitz:
Für Fortgeschnittene: Setze dich auf den Boden und überschlage deine Beine wie bei einem Schneidersitz. Deine Knie sind am Boden und die Fußsohlen zeigen zum Himmel. Achte darauf, dass die Schultern weit auseinander sind und dein Nacken locker ist. Deine Wirbelsäule ist aufgerichtet und dein Kopf strebt nach oben. Entspanne deine Gesichtsmuskeln und den Mundraum.

Vier Arten der Meditation gegen Angstzustände

Meditation hilft nicht von heute auf morgen. Es ist ein Prozess, den du über einen längeren Zeitraum durchläufst. Wichtig ist, dass du dich komplett darauf einlässt und nicht gleich aufgibst, wenn du nach kürzester Zeit keine Änderungen verspürst. Wir erklären dir hier vier Arten der Meditation, die bei Angstzuständen helfen und gut in den Alltag integriert werden können.

1. Atemmeditation

Diese Übung hilft dir, deinen Atemrhythmus zu kontrollieren. So kannst du dich in Angstzuständen bewusst auf eine langsame Atmung konzentrieren und dich selbst beruhigen. Der Atem ist ein grundlegender Bestandteil der Meditation. Die Atemmeditation ist eine leicht zu erlernende Technik, die sich gut in den Alltag integrieren lässt.

  1. Suche dir eine ruhige Umgebung.
  2. Begib dich in deine Meditationshaltung.
  3. Atme mehrere Male tief ein und aus, sodass du einen gleichmäßigen Atemrhythmus findest.
  4. Das Ziel dieser Übung ist es, negative Gedanken fernzuhalten und dich konkret mit deiner Atmung zu befassen. Das erreichst du, indem du in Gedanken deine Atemzüge zählst.
  5. Beschränke diese Übung anfangs auf fünf Minuten und steigere dich, wenn du dich bereit fühlst.

2. Gehmeditation

Die Gehmeditation ist hilfreich, wenn du den Fokus von deinen Ängsten weglocken möchtest. Das gleichförmige Gehen hilft dir aus deinem Gedankenkarussell und Grübeleien raus und lenkt deine Aufmerksamkeit auf deine Bewegungen.

  1. Hier kommt es nicht auf die Umgebung an und wie der Name schon sagt: Diese Form der Meditation findet nicht im Sitzen, sondern im Gehen statt.
  2. Laufe bewusst durch den Raum.
  3. Setze einen Fuß vor den anderen und atme tief ein.
  4. Versuche darauf zu achten, wie sich deine Fußsohle anfühlt.
  5. Spürst du einen leichten Windzug auf deiner Haut? Nimm ihn bewusst wahr.

 

3. Kurzmeditation

Diese Form der Meditation ist besonders gut, wenn du in einer Angstsituation bist und nicht möchtest, dass dein Umfeld etwas davon merkt. Beispielsweise in einer Prüfung oder beim Zahnarzt kann die Kurzmeditation helfen, um dich schnell zu beruhigen.

  1. Suche dir eine ruhige Umgebung.
  2. Begib dich in deine Meditationshaltung.
  3. Fokussiere einen Gegenstand im Raum.
  4. Achte für eine Minute nur auf deinen Atem, während deine Aufmerksamkeit auf den Gegenstand gerichtet ist.

4. Konfrontationsmeditation

Bei der Konfrontationsmeditation geht es darum, sich seiner Angst bewusst zu werden und sich mit dieser konkret auseinanderzusetzen. Dir deine Ängste zuzugestehen ist ein wichtiger Schritt, um die Angst zu besiegen.

  1. Suche dir eine ruhige Umgebung.
  2. Atme tief ein und nimm deine Angst bewusst wahr.
  3. Versuche, niemanden in deinen Gedanken zu beschuldigen oder dich selbst verantwortlich zu machen.
  4. Triff keine Entscheidungen, wenn du dich im Angstzustand befindest.
  5. Konzentriere dich auf dich selbst und sprich dir positive Gedanken zu.

 

Selbstwertgefühl steigern – Angst bekämpfen

Um deine Ängste zu überwinden, brauchst du ein gesundes Selbstwertgefühl. Das Selbstwertgefühl beschreibt, was du von dir denkst und für wie wertvoll du dich hältst. Du kannst das Meditieren nicht nur dafür nutzen deine Ängste zu bekämpfen, sondern auch, um Selbstzweifel abzulegen. Während du Meditationsübungen machst, probiere deinen eigenen Wert herauszufinden und fange an, dich selbst zu schätzen. So legst du den Grundstein dafür, deine Ängste zu besiegen.

Vera powerful me

Vera
liebt gute Bücher und Musik | schätzt Ehrlichkeit | ist immer zuversichtlich
Schreib uns: info@powerful-me.de

 

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