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Vertrauen und loslassen

Selbstzweifel überwinden: Stärke den Glauben an dich selbst

„Ich kann das nicht“, „Ich bin nicht gut genug“ … Bestimmt kennst du solche oder ähnliche Gedanken. Nagende Zweifel an deinem Wert, deiner Persönlichkeit, deinen Fähigkeiten, die dein ganzes Selbstbild überschatten und dich zum Rückzug drängen. Wenn wir an uns zweifeln, tendieren wir dazu uns klein zu machen oder davon zu rennen statt uns der Herausforderung zu stellen.

Aber nur, wenn du Ängste und Selbstzweifel bekämpfst, kannst du ein selbstbestimmtes, glückliches Leben führen! Sag Selbstzweifeln den Kampf an! Unsere Infos und Tipps unterstützen dich dabei.

Was sind Selbstzweifel?

Selbstzweifel kennt beinahe jeder Mensch. Diese Art der Zweifel können sich auf unterschiedlichste Bereiche des Lebens beziehen, auf die Arbeit, die Partnerschaft, die Persönlichkeit, das Aussehen, die allgemeine Lebensführung. Entscheidend ist das kleine Wörtchen selbst.

Selbstzweifel beziehen sich immer auf die eigene Person und unterstellen ihr einen Mangel, eine Unzulänglichkeit.

„Für den Job bin ich doch sowieso nicht qualifiziert“, „Niemand findet mich attraktiv“, „Ich bin nicht schlau genug, um zu studieren.“ Diese inneren Sätze stellen die eigene Person in ihrem Kern in Frage, manchmal gar die eigene Daseinsberechtigung.

Selbstzweifel drücken sich in negativen Glaubenssätzen aus, negativen Überzeugungen über dich selbst, die oft in frühester Kindheit erworben werden und sich im Laufe des Lebens festigen. Ständig wirst du begleitet von einem inneren Kritiker, einer Stimme im Kopf, die diese Glaubenssätze immer aufs Neue in dir wiederhallen lässt, wenn du mit einer problematischen oder herausfordernden Situation konfrontiert wirst.

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Welche Faktoren begünstigen Selbstzweifel?

Selbstzweifel erwachsen häufig aus belastenden, möglicherweise traumatischen Erfahrungen und negativen Selbstzuschreibungen durch andere, die du verinnerlichst. Mit jeder vermeintlichen Erfahrung des Scheiterns werden sie größer und setzen den Filter deines Selbstbildes so, dass du Erfolge gar nicht mehr wahrnimmst. Deshalb erfordert es viel Arbeit, sie wieder loszuwerden.

Selbstzweifel hängen stark mit deinem Selbstwert und deiner Selbstliebe zusammen. Sie bereiten den Nährboden für ein mangelndes Selbstwertgefühl, das bis in Depressionen und Selbsthass führen kann.

Selbsthass und Selbstzweifel

Selbstzweifel hemmen deine Selbstliebe

Starke Selbstzweifel machen es dir unmöglich, dich selbst zu lieben als die einzigartige Person, die du bist. So entsteht ein Teufelskreis, aus dem du nur schwer wieder herauskommst. Denn wer an sich zweifelt, begegnet schwierigen Situationen oft mit starken Ängsten und der Einstellung, dass „es ohnehin nur schief gehen kann“.

Die Folgen sind Vermeidung und Rückzug sowie eine verminderte Selbstwirksamkeitserwartung.

Doch nur, wenn du dich mit deinen Zweifeln konfrontierst, kannst du sie auch überwinden.

FAQ – Vier Fragen und Antworten zum Thema Selbstzweifel

Gibt es auch gesunde Selbstzweifel?

Selbstzweifel müssen nicht per se schlecht sein. Ihren positiven „Zwilling“ würde man aber eher als „gesunde Selbstkritik“ bezeichnen. Eine reflektierte Betrachtung der eigenen Person hilft uns zu lernen, wie wir mit schwierigen Situationen umgehen können und welche Verhaltensmuster unser Handeln prägen. Nehmen wir dabei sowohl unsere Stärken als auch Schwächen in den Blick und nutzen die Erkenntnisse konstruktiv, ist das gesunde Selbstkritik, an der wir wachsen. Nehmen wir jedoch eine destruktive Bewertung unseres Handelns vor, bei der wir unseren Selbstwert infrage stellen, kippt diese gesunde Selbstkritik in schädliche Selbstzweifel.

Was haben Selbstwert und Selbstzweifel miteinander zu tun?

Selbstzweifel können einem mangelnden Selbstwert entspringen – und andersherum. Entscheidend ist es, den Teufelskreis der Selbstverstärkung zu erkennen und zu durchbrechen. Gründe für einen mangelnden Selbstwert sind häufig in der frühen Kindheit zu finden, beispielsweise, wenn dir von deinen Eltern das Gefühl vermittelt wurde nicht „genug“ zu sein. Jede erfahrene Niederlage im Laufe deines Lebens stärkt dann die Zweifel an deiner Person – „Ich glaube nicht, dass ich das schaffen kann“ – und schadet wiederum deinem Selbstwert.

Wie kann ich mit anderen über meine Selbstzweifel sprechen?

Mit anderen über deine Selbstzweifel zu sprechen wird leichter, wenn du dir klar machst, dass jeder Mensch ab und zu an sich zweifelt, wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung. Wende dich am besten an einen Menschen, dem du absolut vertraust, und suche in einer ruhigen Minute das Gespräch. Du kannst ihn auch ganz offen fragen, ob er solche Gedanken kennt – vielleicht ist auch er dankbar für ein offenes Ohr. Schon das Gefühl, nicht allein zu sein, kann manchmal neuen Mut geben. Wenn es dir sehr schwerfällt, dich deinen Liebsten anzuvertrauen, kannst du dich natürlich auch an eine psychologische Beratungsstelle wenden.

Wie kann ich andere unterstützen, ihre Selbstzweifel zu bekämpfen?

Zunächst einmal solltest du die betroffene Person vorsichtig auf die vermuteten Selbstzweifel ansprechen, sofern sie sich nicht von selbst an dich gewendet hat. Ein guter Weg ist es, von deinen eigenen Selbstzweifeln zu berichten. Das gibt dem anderen das Gefühl, verstanden zu werden und nicht etwa „seltsam“ zu sein. Dann könntest du der Person darstellen, wie du sie siehst und was du an ihr schätzt, sodass ihr negatives Selbstbild eine kleine Korrektur erfährt und Stärken und Erfolge wieder bewusst werden. Du kannst ihr auch deine Hilfe bei der Konfrontation mit einer schwierigen Situation anbieten oder bei der Kontaktaufnahme mit einer Beratungsstelle.

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Wie entstehen Selbstzweifel?

Selbstzweifel werden oft schon in der Kindheit geprägt und verankern sich im Laufe deines Lebens immer tiefer in deinem Bewusstsein. Erfahrungen der Scheiterns, der Zurückweisungen, und verletzende Worte dir nahestehender Personen können tiefe Furchen in deinen Selbstwert schlagen. Es ist wichtig, die Ursachen für deine Selbstzweifel zu verstehen, um sie schließlich zu besiegen.

(Früh-)kindliche Prägung

Als Kind ist man besonders anfällig für die Entwicklung von Selbstzweifeln, die einen dann oft ein Leben lang begleiten. In jungen Jahren verfügst du noch nicht über ausreichend Erfahrung, um dich ganz allein in der Welt zurecht zu finden. Du benötigst die Hilfe anderer, insbesondere deiner Eltern, um dich in ihr zu orientieren und dich sicher zu fühlen.

Bindung zu den Eltern

Zu niemandem ist die frühkindliche Bindung so stark wie zu den Eltern oder den ersten Bezugspersonen. Ihre Worte können deshalb ebenso stärkend wie destruktiv auf deine Entwicklung wirken. „Schon wieder eine 4 in der Klassenarbeit? Aus dir wird nie etwas!“, „Warum musst du immer so ein schwieriges Kind sein?“

Hörst du so etwas wiederholt im Kindesalter, kann es passieren, dass du dir diese Fremdzuschreibungen als Selbstkonzept zu eigen machst.

„Ich werde nie etwas erreichen“, „Ich bin ein schwieriger Mensch und für andere eine Last“ – das sind negative Glaubenssätze, die sich daraus entwickeln können.

Leistungsdruck

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft – als erfolgreich gilt, wer möglichst auf geradlinigem Weg erreicht, was aus gesellschaftlicher Sicht wertvoll ist, also beispielsweise einen tollen Job, viel Geld oder eine „perfekte“ Familie. Leider wird in unserer Gesellschaft heute außer Acht gelassen, dass Ziele auch über Umwege erreichbar und Fehler wertvoll sind, da man aus ihnen lernt.

Fehler zu machen kann in unserer Leistungsgesellschaft, die eine positive Fehlerkultur vermissen lässt, schon ausreichen, um Selbstzweifeln einen fruchtbaren Boden zu bieten.

Wenn du nach gesellschaftlichen Standards keinen „Erfolg“ hast, bekommst du schnell das Gefühl ein Versager zu sein – dabei fragst du dich vielleicht nicht mal mehr, ob die Ziele, die du verfolgst, wirklich deinen eigenen Wünschen und Träumen entsprechen.

Was sind deine Lebensträume?

Herausforderung Social Media

Die sozialen Medien haben ihre guten Seiten, schließlich macht es eine ganze Menge Freude, dich mit anderen zu verbinden, auszutauschen und ein Stück weit an ihrem Leben teilzuhaben. Leider sind Social-Media-Plattformen aber auch Schauplätze, die dazu verleiten ein „perfektes“ Selbst von sich zu kreieren – das es nicht gibt.

Fitnessblogger präsentieren ihren perfekten Körper, Fashionblogger ihren perfekten Style, Lifestyleblogger ihr perfektes Leben. Natürlich läuft nicht alles im Leben dieser Menschen perfekt – aber die sozialen Medien lassen es dich glauben.

Das ständige Sich-Vergleichen ist ein häufiger Wegbereiter für Selbstzweifel: „Ich bin zu dick“, „Ich bin faul“, „andere haben ein so viel spannenderes Leben.“…

Dabei geht es doch im Grunde nur darum, du selbst zu sein und mit deinen einzigartigen Qualitäten dich und deine Lieben zu machen.

Niederlagen und Misserfolge

Natürlich machst du auch im Erwachsenenalter Erfahrungen, die an deinem Selbstvertrauen nagen. Erfahrungen des Scheiterns führen insbesondere dann zu Selbstzweifeln, wenn dein Selbstwert bereits geschädigt ist, und du sie als Bestätigung deiner Unzulänglichkeit interpretierst. Mit einem gesunden Selbstbild bist du in der Lage, Misserfolge und Niederlagen mit gesunder Distanz zu betrachten.

Du kannst eigene Fehler erkennen und aus ihnen einen Mehrwert ziehen.

Dazu gehört dann eben nicht die Erkenntnis, du seist „nicht genug“ oder „nichts wert“. Natürlich sind Rückschläge umso erschütternder, je mehr Bedeutung die Situation für dich hatte. So kann beispielsweise die abgelehnte Bewerbung auf deinen Traumjob oder die nicht bestandene Abschlussprüfung starke Selbstzweifel auslösen. Neigst du ohnehin zu Selbstzweifeln, können aber auch schon kleinste Missgeschicke dramatisiert und mit einem „Das ist so typisch für mich“ in das negative Selbstkonzept eingeordnet werden.

negatives Selbstbild

Erfahrungen der Trennung und Zurückweisung

Nicht erwiderte oder zurückgewiesene Liebe, die Trennung vom Partner oder die fehlende Erfahrung von Wärme und Zuwendung im Elternhaus können sich stark auf die Ausbildung von Selbstzweifeln auswirken. Hast du hier ein Gefühl des Mangels bereits im Elternhaus erlebt, kann sich der nagende Zweifel nicht genug, nicht liebenswert zu sein tief in deiner Seele festsetzen.

Auch gescheiterte Beziehungen können Selbstzweifel stärken, insbesondere wenn dein Partner dich in die Position des Schuldigen verweist.

Oder du dir selbst die Schuld am Scheitern der Partnerschaft gibst. Häufig ist es schwer mit dem Konzept „Ich bin nicht liebenswürdig“ eine gesunde Beziehung zu führen, weshalb vielleicht tatsächlich Probleme auftreten – eine sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Oft können auf diese Weise entstandene Selbstkonzepte und Dynamiken aber durch psychologische Hilfe aufgedeckt, verstanden und erfolgreich bearbeitet werden.

Auswirkungen von Selbstzweifeln

Selbstzweifel können so starke Züge annehmen, dass sie ernsthafte Folgen für die Gesundheit deines Körpers und deiner Psyche haben. Schließlich können Sie dich in deiner ganzen Lebensführung bremsen und dich davon abhalten, dich selbst und deine Lebensziele zu verwirklichen.

Psychische Folgen von Selbstzweifeln

Selbstzweifel können deinem Selbstbild so sehr schaden, dass du beginnst dich als wertlos wahrzunehmen. Das kann zu Schuld- und Schamgefühlen und großer Mutlosigkeit führen. Herausforderungen oder Schwierigkeiten lösen dann starke Ängste und Unsicherheiten aus und manchmal scheinen schon kleine Hindernisse kaum noch bewältigbar.

Oft neigst du dann dazu deine Selbstwahrnehmung auf andere zu projizieren und bildest dir ein, auch von außen als Versager wahrgenommen zu werden.

Selbstzweifel und Depressionen

In extremer Ausprägung können Selbstzweifel bis in die Depression führen, die dich in Phasen der Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit oder Taubheit werfen. Andersherum kann eine Depression auch Selbstzweifel auslösen, da du dich möglicherweise als „schwach“ oder „selbstmitleidig“ empfindest, als jemand, der diesem Leben nicht gewachsen ist. Diese Gedanken sind absoluter Quatsch und du solltest sie dir schnell aus dem Kopf schlagen. Die Depression ist eine Krankheit, die genauso ernst genommen werden muss wie jede andere auch. Hast du den Verdacht an einer Depression zu leiden, aus der du allein nicht wieder hinauskommst, scheue dich nicht, dir professionelle Hilfe zu suchen.

Körperliche Folgen von Selbstzweifeln

Körper und Psyche sind eng miteinander verbunden und wirken gegenseitig aufeinander ein. Ist die Seele durch Selbstzweifel verwundet, kann das zu belastenden körperlichen Symptomen führen. Magen- und Darmbeschwerden, Kopfschmerzen und Übelkeit, ein Gefühl der Müdigkeit oder Erschöpfung sowie starke Kälte- und Hitzeempfindungen oder Zittern, insbesondere vor angstbesetzten Situationen, können die Folge sein.

Diese Symptome sind eine Art Hilferuf der Seele, die mit der Last der Selbstzweifel nicht mehr zurechtkommt.

Psychosomatische Symptome können dich im Alltag zusätzlich zum psychischen Stress sehr belasten. Ihre Heilung geht einher mit der der Heilung deiner Seele.

Müdigkeit als Symptom für Selbstzweifel

Auswirkung auf die Lebensführung

Starke Selbstzweifel bremsen dich in deiner Selbstverwirklichung und im Verfolgen deiner Träume und Ziele. Sie können dazu führen, dass schon kleinste Herausforderungen wie eine Prüfung oder ein Date so angstbesetzt sind, dass du sie aufschiebst oder ganz vermeidest. In der Folge gibst du dich mit einem Leben zufrieden, indem du dich zwar immer in sicherem Fahrwasser bewegst, das dich aber letztendlich nicht glücklich macht. Nur die Befreiung von deinen Selbstzweifeln macht es möglich, wieder Vertrauen in dich und deine Fähigkeiten zu finden und mutig in die Zukunft zu blicken. Anderenfalls kann sogar eine Zukunftsangst entstehen und dich zusätzlich von der Erreichung deiner Ziele entfernen.

Selbsttest: Neige ich zu Selbstzweifeln?

Häufig begleiten dich Selbstzweifel schon so lange und selbstverständlich durch das Leben, dass sie dir gar nicht immer bewusst sind. Du spürst sie vielleicht als diffuses Gefühl der Angst und Unsicherheit oder als unbestimmte Last auf deinen Schultern. Vielleicht fragst du dich auch, warum es dir nicht gelingt dein Leben so zu gestalten, wie du es dir eigentlich wünschst. Dieser Test kann dir helfen, in dich hineinzuhorchen und herauszufinden, wie sehr dein Denken und Handeln von Selbstzweifeln geprägt ist. Beantwortest du einen Großteil der Fragen mit Ja, ist es sehr wahrscheinlich, dass du zu Selbstzweifeln neigst.

Selbsttest: Wie sehr haben dich deine Selbstzweifel im Griff?

  • Bei schweren Rückschlägen wie einer gescheiterten Beziehung, dem Verlust eines Jobs oder kleineren Niederlagen wie einer schlechten Prüfung suche ich die Schuld oft bei mir selbst und führe mein „Scheitern“ auf einen Mangel bestimmter Fähigkeiten und Charaktereigenschaften zurück.
  • Fehler gestehe ich mir kaum zu. Die Folge eines Fehlers oder Scheiterns sind starke Selbstvorwürfe.
  • Kleine und größere Herausforderungen wie Prüfungen oder Bewerbungsgespräche lösen bei mir starke Ängste und Unsicherheit aus.
  • Vor angstbesetzten Situationen wie Prüfungen etc. zeigen sich bei mir oft starke körperliche Symptome wie Übelkeit, Zittern, Schwitzen o.Ä.
  • Vielen Herausforderungen oder Problemen gehe ich von vorneherein aus dem Weg, schiebe sie entweder auf oder vermeide sie ganz.
  • Aufgrund von Ängsten und Zweifeln habe ich schon auf Dinge verzichtet, die mir sehr wichtig gewesen waren.
  • Ich werde in vielen Situationen von einem inneren Kritiker begleitet, der mir Sätze sagt wie: „Ich bin nicht gut genug“, „Ich kann das nicht“, „Ich bin wertlos“.
  • An herausfordernde Situationen gehe ich oft mit der Einstellung und dem Glauben heran, dass ich es ohnehin nicht schaffen werde.
  • Ich habe nicht das Gefühl, mich durch Arbeit an mir selbst weiterzuentwickeln, um schwierigen Situationen in Zukunft besser begegnen zu können.
  • Ich habe nicht das Gefühl, bestimmte Fähigkeiten durch Üben und Erfahrung entscheidend verbessern zu können.
  • Irgendwie habe ich viele Träume und Ziele mit der Zeit aus den Augen verloren oder etwas hält mich davon ab sie zu realisieren.
  • Mir wurde schon öfter von Menschen rückgemeldet, ich solle mir unbedingt mehr zutrauen.

Deshalb machst du dich auch noch abhängig von der Meinung anderer und neigst dazu, sie als „Wahrheiten“ für dich anzunehmen.

10 Tipps, wie du deine Selbstzweifel besiegen kannst

Selbstzweifel können dein ganzes Leben zu einem engen Korsett schnüren, das dich in deiner Persönlichkeitsentwicklung und der Verwirklichung deiner Ziele bremst. Ein negatives Selbstbild begleitet dich wie ein Negativ-Filter durch dein Leben, den es unbedingt zu durchbrechen gilt. An seine Stelle darf eine wohlwollende Haltung dir selbst gegenüber treten. Wir haben Tipps, wie du deine Selbstzweifel besiegen kannst.

1. Selbstzweifel erkennen

Zunächst einmal geht es darum, Selbstzweifel als solche zu erkennen. Unser Selbsttest kann dir dabei eine große Hilfe sein. Im Folgenden kannst du deine Selbstzweifel etwas genauer unter die Lupe nehmen, beispielsweise in welcher Situation sie besonders häufig auftreten und was genau der Inhalt deiner Befürchtungen ist. Kannst du sie vielleicht sogar in konkrete Sätze fassen wie: „Ich bin einfach nicht intelligent genug“, „Ich bin wertlos“ etc.?

2. Ursachen von Selbstzweifeln verstehen

In einem zweiten Schritt geht es darum, die Ursachen von Selbstzweifeln zu verstehen. Oft wird dabei nämlich deutlich, dass es sich bei den negativen Selbstzuschreibungen ursprünglich um Aussagen anderer handelt, z.B. der Eltern oder anderer wichtiger Bezugspersonen. Manchmal entstehen Selbstzweifel auch aus einer sehr erschütternden Erfahrung des Scheiterns und werden von dir seitdem auf deine ganze Person und diverse andere Situationen übertragen.

3. Negative Glaubenssätze loswerden

Selbstzweifel finden Ausdruck in negativen Glaubenssätzen – unsere innere Stimme kann uns manchmal mit Sätzen wie „Ich bin wertlos“, „Ich bin schuld“ oder „Ich werde es nie zu etwas bringen“ geradezu quälen. Fange an, diese allzu gewohnten Phrasen zu hinterfragen: Glaube ich das eigentlich wirklich von mir? Trifft das immer und in jeder Situation zu? Würden meine Freunde das auch über mich sagen? Wenn das wirklich zutrifft, wie habe ich dann vergangene Herausforderungen überhaupt bewältigen können? Du wirst schnell merken, dass die Auseinandersetzung mit diesen Fragen deine negativen Glaubenssätze widerlegen kann. Du kannst sie ganz bewusst und symbolisch loslassen, indem du sie beispielsweise auf ein Blatt Papier schreibst und dieses verbrennst.

4. Positive Glaubenssätze stärken

Nachdem du deine negativen Selbstüberzeugungen loslassen konntest, ist es Zeit für positive Glaubenssätze. Affirmationen sind positive Selbstaussagen, die dich darin bestärken, dass du ein toller, einzigartiger Mensch mit einer Vielzahl positiver Fähigkeiten und Charaktereigenschaften bist, der seine Ziele verfolgen und erreichen kann. Rufe dir vergangene Erfolge in Erinnerung, frag deine Liebsten, was sie an dir schätzen und formuliere positive Glaubenssätze wie: „Wenn ich mich anstrenge und fokussiert bin, kann ich mein Ziel erreichen.“ oder „Ich bin oft für andere Menschen da und kann ihnen etwas geben“. Du kannst diese Glaubenssätze auch auf Zettel schreiben und sie irgendwo gut sichtbar aufhängen.

5. Mit anderen über Selbstzweifel sprechen

Es hilft in vielerlei Hinsicht, dich mit anderen über deine Zweifel auszutauschen. Zum einen erhältst du eine Außenperspektive auf deine Person und wirst schnell merken, dass Familie, Freunde und Kollegen dir wahrscheinlich viel mehr zutrauen als du selbst es tust. Auch die Erfahrung, dass du nicht der einzige Mensch mit Selbstzweifeln bist, kann bereits etwas sehr Heilsames haben. Wenn du deine Zweifel offen kommunizierst, sie aussprichst, werden sie meist auch konkreter und für dich selbst besser greifbar.

6. Psychologische Unterstützung suchen

Wenn du das Gefühl hast, dass deine Selbstzweifel alleine nicht mehr bewältigbar sind, scheue dich nicht professionelle Hilfe, beispielsweise in Form einer Psychotherapie, in Anspruch zu nehmen. Starke Selbstzweifel können bis in die Depression führen und sind somit nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Der professionelle Blick kann dir helfen dem Negativ-Filter, den du über dein Selbst gelegt hast, eine realistischere, objektivere Betrachtung entgegenzusetzen, den Ursprung deiner Selbstzweifel zu verstehen und dich von ihnen zu befreien. So kannst du deine Lebensqualität langfristig steigern.

7. Dir kleine Challenges setzen

Es hilft nichts: Manchmal musst du einfach ins kalte Wasser springen, um deine Ängste dauerhaft zu überwinden. Wenn du vor allen herausfordernden Situationen wegläufst, wirst du dich nur umso mehr als Versager fühlen und beraubst dich der Möglichkeit, überhaupt wieder positive Selbsterfahrungen zu machen, die dein Selbstvertrauen stärken. Du kannst dieser Dynamik entgegenwirken, indem du dir selbst kleine Challenges setzt: Auf eine Party gehen, auf der du niemanden kennst, im Job mal die Leitung eines Projekts übernehmen, einen Fremden ansprechen, dich einfach mal beim Traumjob bewerben. Wenn es dir allein zu schwerfällt, unterstützt dich bestimmt einer deiner Liebsten. In unserer Podcastfolge „Interview mit Tanja Peters“ findest du auch hilfreiche Tipps, wie du mutiger wirst.

8. Meditation gegen Angst

Meditation kann helfen dich von belastenden Gedanken und negativen Stimmen im Kopf zu befreien. Es gibt speziell Meditationen gegen Angst, die dir beim Ablegen von Selbstzweifeln helfen können. Bei der Meditation ist es wichtig, dass du sie nicht einmalig praktizierst, sondern sie als Routine in deinen Alltag einbindest. Am Anfang kann es hilfreich sein, geführte Meditationen zu machen. Diese bringen zudem mehr Achtsamkeit in dein Leben.

9. Dir deine Träume und Ziele vor Augen halten

Oft halten Selbstzweifel uns davon ab, unserer Ziele und Träume zu verfolgen, weil wir denken, sie ohnehin nicht verwirklichen zu können. Die Selbstzweifel sind in diesem Zusammenhang auch eine Art Schutz vor möglichen Verletzungen und Niederlagen. Wenn du deine Ziele aber aus den Augen verlierst und dich immer nur mit dem Nötigsten zufriedengibst, macht dich das auf Dauer unglücklich. Der erste Schritt zurück in ein selbst- und nicht von deinen Zweifeln bestimmtes Leben kann so aussehen, dass du dir deine Ziele und Träume wieder in Erinnerung rufst, beispielsweise in Form eines Vision Boards. Deine Visionen so vor dir zu sehen, kann ein unglaublicher Motivator sein, dein Leben wieder mutig in die Hand zu nehmen.

10. Ein Erfolgstagebuch führen

Hast du einmal begonnen, deine Selbstzweifel zu bekämpfen und dich vorher vermiedenen Herausforderungen zu stellen, kannst du diese Erfahrung in Form eines kleinen Erfolgstagebuchs festhalten. Notiere darin alle großen – und auch kleinen – Erfolge. Egal ob du deinen Traumjob ergattert oder einfach nur jemand anderem ein Lächeln gezaubert hast – Erfolg ist das, was du als positive Erfahrung deiner Selbstwirksamkeit verbuchen kannst. Durch dein Erfolgstagebuch kannst du immer wieder blättern, wenn die Selbstzweifel drohen Überhand zu nehmen. Halte dir vor Augen, dass du ein wunderbarer, einzigartiger Mensch bist, mit vielen bereichernden Stärken für dich und andere!

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Larissa
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