Selbstreflexion

Über eigene Situationen bewusster nachdenken

von | Feb 14, 2020

Wie du reflektierter wirst

Der Weg zur Selbstreflexion

Selbstreflexion bedeutet, dein Handeln zu hinterfragen, zu analysieren und Schlüsse für dein Leben daraus zu ziehen. Wie reagiere ich auf einen Konflikt oder eine schwierige Situation? Und warum reagiere ich so? Eine passende Selbsterkenntnis und somit eine gute Selbstreflexion fällt vielen Menschen schwer. Wir zeigen dir hier, was Selbstreflexion ist und wie sie funktioniert.

Die Bedeutung von Selbstreflexion

Die Selbstreflexion ist eine Form der Selbstwahrnehmung und Selbstbeobachtung. Sie besteht aus zwei wesentlichen Aspekten: der Selbstaufmerksamkeit und der Selbstexploration. Die Selbstaufmerksamkeit beschreibt das Sammeln wichtiger Informationen über dich selbst, die Analyse der Informationen und der Interpretation deiner Erkenntnisse. Die Selbstexploration meint deine Neugier und die Tatsache, dass du Situationen hinterfragst, sie analysierst und auswertest.

Du beschäftigst dich bei der Selbstreflexion mit zwei Sachen: deinem Selbstbild und deinem Idealbild. Wie siehst du dich selbst, wenn du dich im Spiegel betrachtest? Welche Gedanken und Gefühle begleiten dich dabei? Und wie möchtest du sein? Die Fähigkeit, dich selbst zu hinterfragen und dich realistisch, aber auch kritisch zu betrachten, ist die Selbstreflexion.

Achtsamkeit als Schlüssel der Selbstreflexion

Um dich selbst zu reflektieren, benötigst du ein Verständnis für Achtsamkeit. Das bedeutet, dass du bewusst deine Gefühle zulässt und überlegt handelst. Eine beobachtende und wertfreie Haltung ist eine wichtige Eigenschaft der Achtsamkeit und trägt auch zu einer positiven Selbstreflexion bei. Den Fokus auf dich als Mensch zu legen, zu sehen, was du brauchst und entsprechend darauf zu reagieren, ist die entscheidende Fähigkeit der Selbstreflexion.

Welche Vorteile hat die Selbstreflexion?

Selbstreflektierte Menschen erweitern ihr Verhaltensrepertoire und verbessern den Umgang mit ihrem Umfeld. Sie sind in der Lage, gewonnene Erfahrungen auf folgende Situationen anzuwenden und korrekt zu reagieren. Die Selbstreflexion hat die Funktion, mehr Kontrolle über das eigene Verhalten zu gewinnen und die Eigenverantwortung für das eigene Denken und Handeln zu steigern. Dein Verhalten wird kontrollierter, authentischer und effektiver. Außerdem bringt Selbstreflexion Ruhe in deinen Alltag, weil du dich selbst akzeptierst und Situationen bewusster wahrnimmst. Selbstreflektierte Menschen leben problemloser in ihrem Alltag und können mit schwierigen Situationen leichter umgehen.

Selbstwahrnehmung und Außenwahrnehmung

In der Persönlichkeitsentwicklung verbessern sich mit der Zeit das Denken, Fühlen und Handeln eines Menschen. Ebenso verändert sich die Selbstwahrnehmung, wie auch die Außenwahrnehmung. Um zu einer gesunden Selbstreflexion zu kommen, mache eine Bestandsaufnahme dieser beiden Wahrnehmungen. Nur, wenn beide Seiten berücksichtigt werden, entsteht ein schlüssiges Gesamtbild. Erstelle dir eine Liste und halte dort fest, worin du gut bist, welche Tätigkeiten dir Freude bringen und in welchen Bereichen du dich gerne verbessern willst. Füge weitere Punkte hinzu, die du für deine eigene Persönlichkeit als besonders wichtig empfindest.

So schaffst du dir ein Bild deiner Selbstwahrnehmung. Wie du auf die Menschen in deiner Umgebung wirkst, erfährst du am besten durch ein offenes Gespräch. Frage dein Gegenüber, was er an dir schätzt, wo aus seiner Sicht deine Stärken liegen und wo du dich verbessern kannst. Führe dieses Gespräch per E-Mail oder Chat, falls du dich nicht bereit für ein persönliches Gespräch fühlst. Vergleiche diese beiden Wahrnehmungen und schaue, ob sie sich ähnlich sind. Gibst du dich nach außen anders, deutet das auf Unzufriedenheit mit dir selbst hin. Diese Erkenntnisse sind wichtig, um zu einem selbstreflektierten Menschen zu werden.

Voraussetzung für eine gute Selbstreflexion

In der Hektik des Alltags fällt es uns oft schwer, uns genug Zeit für uns selbst zu nehmen. Dabei braucht das Erlernen von Selbstreflexion Zeit. Es ist ein Lernprozess mit sich selbst, eine Fähigkeit, die nicht von heute auf morgen auftritt: Nimm dir eine selbstauferlegte Auszeit und gewinne Abstand von deinem Umfeld. Konzentrierst du dich nur auf dich selbst, schaffst du es, in dich hineinzufühlen und dir folgende Fragen wahrheitsgemäß und in Ruhe zu beantworten.

15 Fragen zur Selbstreflexion

Bei der Selbstreflexion ist es wichtig, dass du dich nicht nur mit deinen positiven Eigenschaften beschäftigst, sondern auch mit denen, die du ändern möchtest. Deswegen können diese Reflexionsfragen auch etwas unangenehm sein und eventuell bisher verdrängte Situationen wieder aufrufen. Sieh dise Fragen als eine wichtige Übung an, um zu mehr Selbstreflexion zu gelangen.

 

  1. Wo möchtest du in fünf Jahren stehen?
  2. Bei wem musst du dich noch entschuldigen?
  3. Du hast die Möglichkeit, ein Gespräch nochmal zu führen. Welches Gespräch würdest du gerne wiederholen?
  4. Worauf bist du stolz?
  5. Führst du das Leben, das du verdienst?
  6. Sagst du häufiger Ja als Nein?
  7. Was können andere Menschen von dir lernen?
  8. Was möchtest du an dir ändern?
  9. Du darfst eine Sache verbieten, unabhängig vom Grundgesetz. Was verbietest du?
  10. Welche Ziele hast du? Und warum sind sie dir so wichtig?
  11. Was war deine schlimmste Lüge?
  12. Haben sich deine Ziele verändert? Und wenn ja, welche?
  13. Was ist dir im Leben am wichtigsten?
  14. Was wäre dein Plan B?
  15. Wenn du dir einen Wunsch erfüllen könntest, welcher wäre das?

Selbstreflexion lernen: Diese drei Methoden helfen dir

Um Selbstzweifel aus dem Weg zu räumen, hilft es dir, Selbstreflexion zu lernen. Dieser Lernprozess passiert nicht von heute auf morgen, deswegen nimm dir genug Zeit, um zu einem reflektierten Selbstbild zu kommen. Einen richtigen Weg zur Selbstreflexion gibt es nicht. Du entscheidest selbst, welcher Weg für dich der beste ist. Diese drei Übungen helfen dir, reflektierter zu werden.

1. Erschaffe ein Abendritual

Lasse abends deinen Tag Revue passieren und frage dich, was heute dein größter Erfolg war und was du morgen verbessern möchtest. Schließe diese Gedanken ab, indem du dir ein Ziel für den morgigen Tag setzt. Gehst du mit einem Grübeln im Kopf schlafen, kann das zu Schlafproblemen führen.

2. Führe ein Tagebuch

Schreibst du täglich auf, wie dein Verhalten heute war oder was du unternommen hast, reflektierst du automatisch deinen Tag. Während du deinen Tag auf Papier zusammenfasst, frage dich, was du gerade von deinem Geschriebenen hältst. Macht es dich glücklich? Oder empfindest du Wut auf eine Person oder dein Leben generell?

3. Meditiere

Mithilfe von Meditation schaffst du eine Entspannungshaltung, in der du in ungestörter Umgebung über dich selbst nachdenken kannst. Meditation lässt sich ideal mit dem Abendritual kombinieren. Anfangs wird dir Meditation nicht leichtfallen, von Woche zu Woche wirst du dich aber steigern.

 

Selbstreflexion und Selbstliebe

Ein reflektiertes Selbst soll nicht in Selbsthass enden. Du schaffst lediglich ein unvoreingenommenes Selbstbild und lernst, auf Negativität entsprechend zu reagieren. Übe deine Selbstliebe, damit negative Situationen sich nicht auf deine Zufriedenheit auswirken und ein Bewusstsein für dich selbst schaffst.

Vera powerful me

Vera
liebt gute Bücher und Musik | schätzt Ehrlichkeit | ist immer zuversichtlich
Schreib uns: info@powerful-me.de

 

Weitere Artikel

Gewohnheiten ändern

Gewohnheiten ändern

Gewohnheiten abzulegen, ist nicht immer einfach. Wir erklären dir, warum und wie du es schaffen kannst!

NLP

NLP

Neuro-Linguistisches Programmieren ist ein Kommunikationsmodell. Erfahre hier, wie es geht.

Charisma lernen

Charisma lernen

Mit Charisma verleihst du deiner Persönlichkeit Ausdruck. Wie du Charisma lernst, erklären wir dir hier.

Trage dich für unseren kostenlosen Newsletter ein

Erhalte unseren Newsletter zu den neuesten Artikeln, zusammen mit praktischen Tipps und Infos, die dich persönlich weiterbringen! Kostenlos und jederzeit abmeldbar.