Raus aus der Antriebslosigkeit

Ursachen und Tipps

von | 20.07.2020

Aktiv leben

Antriebslosigkeit: Der Weg aus dem „Ich will nicht“

Jeder von uns kennt solche Tage, an denen wir müde, schlapp und unmotiviert sind. Häufen sich diese, solltest du dir die Frage nach den Ursachen stellen. Beeinflusst dein Lebensstil deinen Antrieb? Sind Überforderung oder Schlafmangel die Ursachen? Wie du diesen und weiteren Auslösern entgegenwirkst, verraten wir dir in diesem Artikel.  

Was bedeutet Antriebslosigkeit? 

Antriebslosigkeit ist die fehlende Fähigkeit, aus eigenem Antrieb ins Handeln zu kommen. Es ist oft eine vorübergehende Phase, die einige Stunden oder Tage anhalten kann. Die Antriebslosigkeit kann aber auch ein Warnsignal für körperliche und/oder psychische Beschwerden sein, wenn dich folgende Empfindungen über einen längeren Zeitraum begleiten:  

  • Kleine Erledigungen kosten zunehmend große Kraft 
  • Unternehmungen mit Freunden oder der Familie empfindest du als Anstrengung 
  • Tätigkeiten, die dir zuvor Freude bereitet haben, nimmst du als Last wahr 

Die permanent anhaltende Müdigkeit ist Grund dafür, dass du To Dos auf den letzten Drücker erledigst und dich zu nichts motivieren kannstDer Zustand der Antriebslosigkeit wirkt sich negativ auf dein Leben aus und hindert dich daran, es aktiv zu gestalten.  

Oft auftretender Antriebsmangel führt nach und nach in einen Zustand der Passivität. Die Folge: kaum Erfolgserlebnisse, geringere Selbstwirksamkeitserwartung und noch weniger Energie.

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Fünf häufige Fragen und Antworten zur Antriebslosigkeit

Inwieweit beeinflusst die Psyche meinen Ansporn?

Unsere Psyche beeinflusst unsere Leistungsfähigkeit und Stimmung. Die Wechselwirkung zwischen Körper und Geist zeigt sich stark bei Erkrankungen wie Depressionen, die immer eine Antriebsstörung mit sich bringen. 

Ist eine Depression der Auslöser für Lustlosigkeit?

Eine Depression ist ein häufiger Auslöser für Antriebsschwäche, aber lange nicht der einzige. Es gibt zahlreiche Ursachen, die manchmal nur mit Hilfe eines Arztes diagnostiziert werden können. 

Welche Ernährungsweise versorgt mich mit ausreichend Vitaminen?

Eine frische und ausgewogene Ernährung hilft dir, deinen Antriebsmangel zu überwinden. Greife öfter auf Lebensmittel wie Avocado, Bananen, Fisch und Nüsse zurück. Sie versorgen dich mit Vitaminen und stärken dein Immunsystem. 

Welche Tipps kann ich gegen Bewegungsmangel im Alltag befolgen?

Wähle so oft du kannst Treppen statt den Aufzug und lege kürzere Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück. Achtsames Fahrradfahren reduziert Stress und versetzt dich ins Hier und Jetzt.

Warum kann erhöhter Tatendrang schädlich sein?

Behalte immer deinen Energiehaushalt im Blick und überfordere dich nicht, indem du dir zu viel zumutest. Ein gutes Selbstmanagement hilft dir dabei.

Die Ursachen für Antriebslosigkeit 

Die Ursachen für deine Antriebslosigkeit können vielfältig sein. Beobachte dich im Alltag, um herauszufinden, was dich herunterzieht. Sobald du deinen Energievampir ausfindig gemacht hast, steht einer erfolgreichen Behandlung nichts im Wege. Oft sind es kleine Umstellungen unseres Lebensstils, die uns den nötigen Schub verleihen. Im Folgenden haben wir eine Übersicht mit Gewohnheiten für dich erstellt, die die Störung fördern können. Wenn du sie durchbrichst, tust du gleichzeitig etwas gegen deine Antriebslosigkeit. 

Diese Dinge machen dich antriebslos:

  • Stress: Stress saugt regelrecht an unserem Antrieb. Eine gute Stressbewältigung gibt dir die Energie zurück, die du brauchst.
  • Mangelernährung: Es ist ein Teufelskreis: Wir können uns nicht aufraffen, um uns eine gesunde Mahlzeit zuzubereiten und verwehren unserem Körper durch Pizza und Co. Vitamine und Nährstoffe, die wir bräuchten, um der Antriebslosigkeit den Kampf anzusagen. Reflektiere dein Essverhalten und stelle es Schritt für Schritt um.  
  • Schlechter Schlaf: Unser Schlafverhalten ist auf viele Ursachen zurückzuführen. Welche das sind und wie du besser schlafen kannst, um deinem Antriebsmangel entgegenzuwirken, kannst du in dem Buch Das große Buch vom Schlaf nachlesen.
  • Mangel an frischer Luft: Frische Luft versorgt unser Gehirn mit Sauerstoff und verschafft uns einen freien Kopf. Lasse das Auto für den Einkauf stehen oder gehe mit Freunden, Hund, Kindern spazieren, um deine tägliche Sauerstoffzufuhr zu erhalten.  
  • Zu wenig Bewegung: Treibe so oft wie möglich Sport, um deinen Körper fit zu halten und deine Antriebslosigkeit zu vertreiben. Yoga bietet eine ideale Bewegungsmöglichkeit für Zuhause.
  • Hohe Bildschirmzeit: Meist unbewusst, verbringen wir viel zu viel Zeit unseres Lebens vor Bildschirmen. Gönne die einen Digital Detox.

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Steckt mehr hinter der Antriebslosigkeit? 

Idealerweise kannst du die Gründe für deinen Antriebsmangel schnell ausfindig machen und an ihnen arbeiten. Leider ist es nicht immer so einfach, denn ein fehlender Antrieb kann auch ein Symptom für ein schwerwiegenderes Problem sein, Depressionen, einen Burnout oder eine Stoffwechselerkrankungen. Wenn du unsicher bist, suche auf jeden Fall einen Arzt auf!

Antriebslosigkeit kommt selten allein 

Die Antriebslosigkeit ist nicht nur eine Wirkung einer Ursache, sondern kann auch umgekehrt, die folgenden Beschwerden mit sich bringen: 

Nebeneffekte der Antriebslosigkeit:

  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsschwäche
  • Innere Unruhe
  • Schlechtes Ess- und Bewegungsverhalten
  • Negative Gedanken
  • (Zukunfts-)Ängste
  • Abnahme der Selbstwirksamkeitsempfindung

Wann sollte ich zum Arzt? 

Wenn du über einen längeren Zeitraum von einer Antriebsstörung betroffen bist, solltest du deinen Hausarzt darauf ansprechen. Mit Hilfe eines Bluttests kann dieser herausfinden, ob du einen Eisenmangel hast oder ob andere gesundheitliche Ursachen der Grund dafür sind.  

Zehn Tipps gegen die Antriebslosigkeit

Antriebslosigkeit kann ein Frühwarnsignal für Beschwerden sein oder einfach nur ein Zeichen dafür, dass du eine Pause einlegen solltestUm es nicht so weit kommen zulassen, haben wir zehn weitere Tipps für dich zusammengefasst, damit du der Antriebslosigkeit zuvorkommst 

1. Achtsamkeit

Achtsamkeit meint die bewusste und nicht wertende Wahrnehmung von Handlungen, Gedanken und Gefühlen im Alltag. Der Bewusstseinszustand bringt Ruhe und Entspannung in das hektische Treiben, das dich auslaugt. Langfristig steigert Achtsamkeit deine Lebensqualität.

2. Ziele

Welche Ziele hast du? Notiere sie dir. Ziele versorgen uns bei Antriebsschwäche mit der nötigen Motivation. Die täglichen Aufgaben machen gleich viel mehr Freude, wenn du weißt, worauf du hinarbeitest. Ein Vision Board hilft dabei, deine Ziele im Blick zu behalten.

3. Genieße Erfolge und Glücksmomente

Wenn deine inneren Filter auf “Antriebslos” stehen, verpasst du schöne Momente und Erfolge. Glück ist flüchtig, du musst es genießen, wenn es passiert. Schule deine Aufmerksamkeit und nimm kleine Glücksmomente und Erfolgserlebnisse wahr. Gib ihnen Raum in deinem Alltag und feiere dich dafür!

4. Sorge gut für dich

Dazu gehören neben Sport und einer für dich geeigneten Ernährung auch Dinge, die dir Freude bereiten. Was macht dir Spaß, was entspannt dich? Wenn du darauf keine Antwort weißt, lohnt es sich, dass du darüber nachdenkst und es herausfindest. Stelle dir deine persönliche Liste zusammen mit Dingen und Tätigkeiten, die dir guttun.

5. Umgib dich mit Menschen, die dich fordern

Es scheint verlockend, sich ganz der Antriebslosigkeit hinzugeben und auf der Couch zu versauern. Mach es dir nicht zu einfach! Verabrede dich, mach dir Termine mit Menschen, die eine positive Ausstrahlung haben und dich fordern.

6. Belohnung und Pausen 

Höher, schneller, weiter? – Schluss damit! Um langfristig verantwortungsvoll mit deinen Energiereserven umzugehen, musst du Symptome wie ständige Müdigkeit und Erschöpfung ernst nehmen. Wenn du am Wochenende ausschlafen möchtest, verbringe den Vormittag im Bett. Kleine Auszeiten versorgen dich mit der Kraft, die du brauchst.  

7. MBSR

MBSR ist ein Programm, das lehrt, Belastungsgrenzen wahrzunehmen. Es schult dich darin, aus automatisierten Handlungsspiralen auszusteigen, um besser mit Stress umzugehen und ein achtsames Leben zu führen.

8. Führe Tagebuch

Sind es immer die gleichen Ursachen, die dich in die Antriebslosigkeit führen? Welche Gelegenheiten zehren besonders an deinen Reserven? Führe ein Stimmungstagebuch und finde heraus, ob es bestimmte Muster gibt, die du durchbrechen kannst.

9. Nimm dich an

Nimm dich so an, wie du bist, du hast auch mal schlechte Phasen. Keiner ist perfekt, du auch nicht. Lass nicht die Verzweiflung über deine Antriebslosigkeit noch zusätzlich an deiner Motivation nagen. Versuche, dich selbst zu beobachten ohne zu bewerten.

10. Versuche jeden Tag aktiv anzunehmen

Immer im Hamsterrad, ohne eine Wahl zu haben? Das kommt dir so vor, aber tatsächlich hast du deinen Tag selbst in der Hand. Ob du aufstehst, oder im Bett liegen bleibst, ist deine Entscheidung. Unabhängig davon, welche Konsequenzen diese mit sich bringt. Warum also nicht gleich mit einem Lächeln die Möglichkeiten eines jeden Tages annehmen? Probiere es aus.

Energizer für zwischendurch für mehr Antrieb

  • Dusche dich kalt ab! Das bringt deine Durchblutung in Schwung und vertreibt deine Müdigkeit. 
  • Tanze einen Song lang wild durchs Zimmer. Die kurze Bewegungseinheit wirkt deiner Erschöpfung entgegen und bringt Leichtigkeit in deinen Alltag.  
  • Lachen ist gesund und macht glücklich. Lachyoga bringt dich zum Lachen, auch wenn dir gerade nicht danach ist. Probiere es aus. 

Alina von powerfulme

Alina
grübelt viel und gern | zieht Inspiration und Energie aus dem Reisen | sieht die Lösung im Austausch
Schreib uns: info@powerful-me.de

 

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